Europa, ich habe eine Frage!

Europa, ich habe eine Frage!

Sie waren schnell in Europa. Erschreckend schnell.

UNO. Regierungen. Außenminister. Internationale Organisationen. Menschenrechtsorganisationen. Kirchen – sie alle beeilten sich, den einzigen jüdischen Staat der Welt zwei Jahre ununterbrochen zu verurteilen.

Kaum war ein Bild gesendet, kaum ein Schlagwort gefallen, stand das Urteil fest. Moral war ausgesprochen. Der Zeigefinger erhoben. Schuld verteilt.

Doch während Israel verurteilt wurde, geschieht im Iran etwas, das Europas moralische Empörung herausfordern müsste:

 

Das Regime gibt offene, unmissverständliche Befehle:

„Schießt auf Freiheitsdemonstranten. Verbrennt sie. Zerhackt ihre Schädel. Hängt sie öffentlich.“

Mindestens 12.000–20.000 unschuldige Iraner wurden in den letzten 16 Tagen ermordet.

 

Und Europa?

Wo sind die großen Demonstrationen?

– die Märsche, die wir für Gaza gesehen haben?

– die Hunderttausenden auf den Straßen?

– die Fahnen, die Plakate, die moralische Dringlichkeit?

 

Warum sind die Straßen von Paris, Berlin, London, Madrid leer?

Diese Leere ist keine Zufälligkeit.

Sie ist ein Spiegel.

Und so bleibt das Schweigen.

Ein Schweigen, das lauter ist als jede Parole.

 

Die leeren Straßen Europas sind kein Zufall.

Sie sind eine Entscheidung.

Warum?

NO JEWS – NO NEWS
(Keine Juden – Keine Schlagzeilen)

Doron Schneiders Buch No Jews no News - Europa beschuldigt Israel permanent

NO JEWS – NO NEWS
(Keine Juden – Keine Schlagzeilen)

Dieses Buch bietet eine einzigartige Perspektive auf den israelisch-palästinensischen Konflikt und verbindet biblische Prophezeiungen mit heutigen geopolitischen Analysen. Es erläutert die Fakten über die unverhältnismäßige Aufmerksamkeit und Kritik, die Israel im Vergleich zu den ignorierten Gräueltaten weltweit erfährt. Diese gezielte Empörung entspringt einem Missverständnis über die zentrale Rolle Israels in Gottes großem Heilsplan.

Doron Schneider stellt das Massaker der Hamas vom 7. Oktober ´23 und die aktuelle Situation Israels in den Kontext biblischer Prophezeiung und einer globalen Erweckung. Leider verkennen viele Christen die Bedeutung Israels, betrachten es nur durch eine politische Brille und erfassen den bleibenden Bund Gottes nicht.

Mit persönlichen Anekdoten veranschaulicht der Autor die Widerstandsfähigkeit und den technologischen Fortschritt Israels. Dabei kontrastiert er dessen prophetische Wiederherstellung mit den negativen Darstellungen in den Medien. Er lädt ein, nicht aufgrund von Zustimmung zu Israels Handlungen an dessen Seite zu stehen, sondern aus einem Verständnis seiner geistlichen Bedeutung.

Schneider kommt zu dem Schluss, die Weltgemeinschaft befindet sich an einem Scheideweg. Wird sie das Existenzrecht Israels unterstützen oder Partei für jene ergreifen, die seine Zerstörung anstreben?

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Israelische Flagge
Licht in dunkler Zeit – unsere Weihnachtsbotschaft

Licht in dunkler Zeit – unsere Weihnachtsbotschaft

Für uns hier in Israel fühlt sich der Wechsel in die Chanukkah- und Weihnachtszeit oft an wie der Versuch, einen Schalter umzulegen, der klemmt. Wie feiert man, wenn draußen Sirenen heulen und drinnen das Herz schwer ist? Wie findet man Festlichkeit, wenn die Realität einen täglich herausfordert? Und doch merken wir gerade in solchen Zeiten, wie tief die Sehnsucht nach Licht ist.

Licht im Fenster: Israelis zünden Chanukkah-Kerzen an

Viele Jahre haben wir diesen friedlichen Moment auf den Weihnachtsmärkten in Deutschland gefunden: im Duft von Zimt, dem warmen Licht, der Musik und dem wärmenden Glühwein. Orte, an denen die Welt für einen Augenblick stillstand. Dieses Jahr war vieles anders. Zwischen Weihnachtsbäumen und Lichterketten standen plötzlich Betonpoller, Absperrgitter und Polizeifahrzeuge.

Und ausgerechnet dort auf den Weihnachtsmärkten sprach der Herr zu mir:

Die Weihnachtsgeschichte war nie eine heile Welt.

Sie begann genau dort, wo auch unser Leben oft steht:

mit Unsicherheit, Gefahr, Unterdrückung, Flucht.

Mit einem Massaker an Babies in Bethlehem.
Mit Eltern, die fliehen mussten.

Mit einer Welt, die nicht bereit war für Frieden.

Jesus wurde nicht in eine romantische Kulisse hineingeboren.
Er wurde hineingeboren in die Dunkelheit, um sie zu durchbrechen.

Und genau darin liegt unsere Hoffnung heute.

  • Gott wartete nicht auf perfekte Umstände.
  • Er kam mitten hinein in das Chaos der Welt.
  • Er kam dorthin, wo die Nacht am dichtesten war.

Damit wir wissen: Gott ist nicht fern.
Nicht damals. Nicht heute.

Er kennt das Zittern von Eltern.
Er kennt das Unrecht.
Er kennt die Angst.
Und doch sagt er: „Ich bin da“.

Herodes hatte Macht, aber nicht das letzte Wort.
Die Gewalt war laut, aber nicht ewig.
Das Kind lebte und aus ihm wurde der, der uns bis heute zuflüstert:

Fürchtet euch nicht.

Weihnachten ist keine Flucht aus der Realität.
Weihnachten ist Gottes Antwort auf sie.
Ein Licht, das leuchtet nicht weil die Nacht freundlich wäre,
sondern weil sie dunkel ist.

Vielleicht spüren wir heute mehr als je zuvor, warum dieses Licht so kostbar ist.
Warum Hoffnung kein Gefühl ist, sondern eine Kraft.
Warum Liebe stärker ist als Finsternis.

Und genau jetzt ist die Zeit, in der wir – jeder von uns – wieder heller leuchten dürfen.
In unseren Familien.
In unseren Gemeinden.
In unseren Städten.

Gerade deshalb dürfen wir die Weihnachtsbäume und ihre Lichter nicht aus Angst oder wegen Sicherheitsauflagen verschwinden lassen und auch die Weihnachtsmärkte nicht zu nüchternen „Wintermärkten“ umbenennen. Denn Licht, das man verdeckt, verändert die Welt nicht.

In der Welt, die so dringend Hoffnung braucht, dürfen wir nicht vergessen:

„Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; so leuchtet es allen, die im Haus sind. So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. 
(Matt. 5,14-16)

Striezelmarkt in Dresden vor der Frauenkirche

Der Dresdner Striezelmarkt vor der Frauenkirche

Die Weihnachtsbotschaft erinnert uns an eine Wahrheit, die oft übersehen wird: Gottes Rettungsplan für die Welt begann im jüdischen Volk und alles begann in einem kleinen jüdischen Ort namens Bethlehem. Jesus wurde in Israel geboren, um seine Verheißungen an seinem Volk und der Welt zu erfüllen.

Und was Gott in Israel begonnen hat, wird er auch mit Israel vollenden.
Er lässt seine Zusagen nicht fallen.
Er lässt seine Geschichte nicht abbrechen.

Und genau deshalb dürfen wir voller Zuversicht in die Zukunft blicken, denn Gottes Treue ist größer als jede Herausforderung unserer Zeit.

 

Wir wünschen dir ein Weihnachten, in dem Gottes Licht neu für dich aufstrahlt,
seine Nähe dich trägt,
sein Friede dich heilt
und seine Hoffnung in deinem Herzen Wurzeln schlägt.

 

Mit Dankbarkeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest aus Israel,

Doron & Shelly

Israelische Flagge
„Free Palestine“ statt „Stille Nacht“

„Free Palestine“ statt „Stille Nacht“

Es ist der zweite Advent. Der Duft von Zimt und gerösteten Mandeln liegt in der Luft, Weihnachtslieder erklingen, Familien schlendern über den festlich erleuchteten Markt in Stuttgart. Doch dann zerreißt etwas die Idylle. Mitten in diese friedliche Szenerie, mitten ins Herz der deutschen Weihnacht, drängen sich plötzlich laute, fremde Rufe. Kein “O Tannenbaum”, kein Glockenklang, sondern ein scharfer, dominanter Ruf: “Allahu Akbar – Free Palestine!” Der gesamte Platz hält den Atem an. Die Stimmung kippt. Eltern ziehen ihre Kinder weg und hasten nach Hause. Was eben noch wie ein Postkartenmotiv wirkte, verwandelt sich in einen Moment der Verunsicherung. Die weltberühmten Weihnachtsmärkte, jahrzehntelang ein Magnet für Besucher aus aller Welt, haben ihre Unschuld verloren.
Weihnachtskrippe auf Weihnachtsmarkt beschmiert mit Free Palestine

Angriff auf einen Weihnachtsmarkt und Beschädigung einer Krippe mit
„Free Palestine“-Graffiti in Brüssel. © D.R. Advertised on www.lalibre.be

„Free Palestine“ auf dem Weihnachtsmarkt

London, einst eine stolze Metropole, ist kaum wiederzuerkennen. Die Weihnachtsbeleuchtung hängt zwar noch, doch ihr Glanz geht im Lärm politischer Parolen unter. Auf Oxford Street und Baker Street ziehen Demonstrationszüge vorbei – Sprechchöre und radikale Botschaften bestimmen die Atmosphäre mit: „Free Palestine“ und „Allahu Akbar“.

 

Und die Hauptstraßen Brüssels, das Herz Europas prägen Palästina-Fahnen, aggressive Rufe und ein Klima der Einschüchterung verdrängt den Advent. Eine antichristliche Ideologie drängt in den öffentlichen Raum, die mehr mit Gewalt als mit Frieden zu tun hat. Überall wehen Palästina-Flaggen, und die Parolen hallen auch hier: „Free Palestine – Allahu Akbar!“, was in diesem Kontext fast einem Kriegsaufruf gleichkommt.

Europa erlebt in diesen Wochen etwas, das vor wenigen Jahren undenkbar schien: Die Weihnachtszeit, einst die schönste Zeit des Jahres, wird von Kräften überlagert, die sie bewusst verdrängen. Aus Festlichkeit ist ein Ringen um Identität, Kultur und öffentlichen Raum geworden. Es wirkt, als hätte ein ganzer Kontinent seine Geschichte und den Mut, für seine Werte einzustehen vergessen. Wie konnte Europa so tief sinken?
Und dabei habe ich den weltweit wachsenden Judenhass noch gar nicht erwähnt: die jüdischen Geschäfte, die in Barcelona, Irland und New York vandalisiert und wie in den dunkelsten Zeiten beschmiert wurden; das Attentat auf Juden in Australien während des Chanukka-Festes…

 

Warum lassen Regierungen das zu?
Warum erheben so wenige ihre Stimme?

 

Weihnachten 2025 zeigt ungeschminkt, wohin Wegschauen führt.

Diese tektonischen Verschiebungen in Europas Städten erschüttern die Fundamente von Demokratie, Menschenrechte und westlicher Identität. Während führende Universitäten in Europa und Nordamerika Absolventen hervorbringen, die offen Sympathien für die Hamas äußern, zeigt sich ein erschütternder Widerspruch: Eine Organisation, deren Ideologie auf Gewalt, Antisemitismus, Unterdrückung von Frauen und Verfolgung Andersdenkender beruht, wird von Teilen der westlichen Elite verharmlost oder gar gefeiert. Ist es da verwunderlich, dass wir heute eine neue Generation gebildeter Hamas-Sympathisanten sehen, die zunehmend Einfluss gewinnt? Ist es dann verwunderlich, dass jüdische Amerikaner in New York – einst eine Hochburg jüdischen Lebens – sich am Schabbat-Tisch fragen: „Wohin sollen wir gehen? Bleiben – oder gehen?“

 

Was heute geschieht, wird nicht bei den Juden enden

Vielleicht fragst du dich, was der zunehmende Judenhass mit den oben erwähnten Spannungen auf den Weihnachtsmärkten zu tun hat? Hier ist die Antwort: Europa steht an einem Wendepunkt, einem, den viele lange nicht sehen wollten. Der Nobelpreisträger Elie Wiesel warnte einst: „Antisemitismus mag beim jüdischen Volk beginnen, aber er endet niemals beim jüdischen Volk.“

Diese Worte erfüllen sich erneut. Der Judenhass unserer Zeit ist kein Randphänomen mehr, er wird normalisiert, moralisch gerechtfertigt, politisch hingenommen. Und Europa? Es droht, von Kräften zerrissen zu werden, die seine Grundwerte herausfordern: vom wachsenden Einfluss extremistischer Ideologien, vom Verlust demokratischer Klarheit und von der absehbaren Gegenreaktion, einer unkontrollierbaren nationalistischen Welle.

 

Und nun zum Höhepunkt:

Kleine westeuropäische Kinder besuchen im Rahmen von „Schulausflügen“ Moscheen, wo sie auf die Knie fallen und „Probebeten“ durchführen.
Dieselben Schulen, die einst die Bibel und die Zehn Gebote lehrten, unterrichten heute den Koran. Anstatt „Unser Vater im Himmel…“ zu beten, wiederholen sie dort „Allahu Akbar“.

Schüler beten bei Schulausflug in einer Moschee Allah an
Deutsche Kinder beim Probebeten in eine Moschee

Wie konnten es nur so weit kommen?

Wie konnte das passieren?

Wer trägt die Schuld?

 

Die Antwort ist vielschichtig, doch eines ist klar: Auch Christen und kirchliche Leitung haben zu dieser Entwicklung beigetragen. Durch Zurückhaltung, durch falsche politische Korrektheit, durch Angst, nicht mehr zeitgemäß zu wirken, ist vielerorts ein Raum entstanden, in dem biblische Klarheit verloren ging.

Aber gerade darin liegt auch die Hoffnung:
So wie Christen Teil des Problems waren, können sie nun auch Teil der Lösung sein.
Und so wie die Kirche in manchen Bereichen geschwiegen hat, kann sie jetzt wieder zu einer kraftvollen Stimme der Wahrheit, der Liebe und der Orientierung werden.

 

Wir dürfen nicht länger schweigen, denn meine Bibel sagt:

Schweigen ist keine Option. Passivität ist Ungehorsam. Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit (2. Tim. 1,7). Zu lange haben wir aus Angst geschwiegen, aus Bequemlichkeit zugeschaut, aus falscher Toleranz zugelassen, dass das Evangelium in unseren Ländern verstummt. Die frühe Kirche stand auch inmitten von heidnischen Tempeln, Götzen, Verfolgung, politischem Druck und trotzdem verkündete sie das Wort Gottes mit Freimut (Apg. 4,29–31). Nicht, weil die Welt ihnen Raum gab, sondern weil der Heilige Geist sie erfüllte.

Auch heute ruft Gott uns: „Seid fest, unerschütterlich, nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn! “ (1. Kor. 15,58).

Wenn wir wollen, dass unsere Kinder wieder Gottes Wort hören,
wenn wir wollen, dass Jesus Christus wieder das Licht Europas wird,
dann beginnt das nicht in den Parlamenten,
nicht in den Medien,
nicht in Brüssel oder Berlin –
sondern in den Häusern Gottes.

Die Bibel zeigt uns unmissverständlich:
Wenn Gottes Volk schläft, gewinnt die Finsternis.
Wenn Gottes Volk schweigt, spricht die Lüge.
Wenn Gottes Volk Kompromisse eingeht, verliert eine ganze Generation.

 

Darum sagt der Herr: „Wach auf, der du schläfst, und steh auf aus den Toten, so wird dich Christus erleuchten.“ (Eph. 5,14)

Jetzt ist die Zeit aufzustehen.
Jetzt ist die Zeit, Gottes Wort ohne Scham zu verkünden.

Jetzt ist die Zeit nicht „politisch-korrekt“ sodern biblisch-korrekt“ zu sein.
Jetzt ist die Zeit, dass die Kirche wieder Kirche wird – klar, mutig, unerschütterlich im Evangelium.

 

Denn die Hoffnung Europas liegt nicht in Politikern, sondern in Christus und in einer Gemeinde, die wieder zum Licht auf den Scheffel gestellt und zum Salz der Erde wird (Matt. 5,13–16).

Israelische Flagge
Ludwig Schneider | „Nein, hier beten wir nicht für Israel!“

Ludwig Schneider | „Nein, hier beten wir nicht für Israel!“

In den 1970er-Jahren, als mein Vater Ludwig Schneider noch ein junger Pastor in Deutschland war, wagte er etwas damals fast Undenkbares: Er predigte über Israel und wollte am Ende des Gottesdienstes für das jüdische Volk beten. Oft sprangen die Ältesten empört auf und riefen: „Nein, das tun wir hier nicht!“

Man muss die Zeit verstehen: Nur zwanzig Jahre nach dem Holocaust wollten viele Deutsche und ebenso viele Gemeinden, die eigene Schuld endlich hinter sich lassen. Israel war ein Thema, das man lieber verschwieg. Doch mein Vater tat das Gegenteil. Er legte das Thema Israel mutig und ungeschminkt auf den Tisch – mit einer Leidenschaft, die viele überforderte. Er sprach über Gottes Heilsplan und seine Treue zu Israel und rief zum Gebet für das jüdische Volk auf. Für manche war das schlicht zu viel.

Ludwig Schneider

Ludwig Schneider s. A. (1941–2018)

Schon während seiner Zeit an der Bibelschule Beröa galt er wegen seiner Israel-Berufung als „sonderbarer Vogel“. Doch er wusste um seinen Ruf und ließ sich weder belächeln noch aufhalten. So wurde er zum Pionier: dem ersten im deutschsprachigen Raum, der Gemeinden die prophetische Bedeutung Israels wieder eröffnete – lange bevor Prediger, Werke und Magazine dieses Thema aufgriffen. Seinem Auftrag folgend wanderte er mit seiner tapferen Frau Barbara und fünf Kindern nach Israel aus und gründete „NAI – Nachrichten aus Israel“, aus denen später Israel Heute hervorging.

Ich empfinde es als großes Vorrecht, Mitbegründer dieses Magazins gewesen zu sein und heute die Berufung meines Vaters weiterzuführen – in einer Zeit, in der diese Botschaft dringender ist denn je. Aus der neuen geistlichen Erkenntnis über Israel entstanden immer mehr christliche Werke, Initiativen und Bewegungen. Gemeinden im deutschsprachigen Raum begannen zu verstehen, was Israel in Gottes Heilsplan bedeutet, und entdeckten das Gebet für Israel neu. Israelkonferenzen, Seminare und Gebetsgruppen wuchsen wie Pilze aus dem Boden. Und mittendrin mein Vater – ein Mann mit einer Botschaft, die Herzen öffnete und geistliche Horizonte erweiterte.

Unermüdlich, kompromisslos und leidenschaftlich stand er bis zu seinem letzten Tag 2018 auf Kanzeln, in Gemeindesälen und Konferenzräumen in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Ich durfte ihn viele Jahre begleiten, von ihm lernen und später seinen Mantel empfangen – wie einst Elisa den Elia-Mantel. Seitdem predige auch ich Monat für Monat in Gemeinden im gesamten deutschsprachigen Raum und verkündige mit derselben Leidenschaft Gottes erfüllten Heilsplan in Israel und die untrennbare Verbindung zwischen Israel und der Gemeinde Jesu.

Geplantes Denkmal vor Jerusalem

An der Einfahrt nach Jerusalem entsteht ein Memorial zu Ehren von Ludwig Schneider – einem Mann, der den Mut hatte, die Wahrheit über Israel zu sprechen, als viele schwiegen.

An Israel scheiden sich die Geister

Der 7. Oktober 2023 wirkte wie ein Brennglas. Er machte nicht nur Israels Schmerz sichtbar, sondern auch den geistlichen Zustand der Nationen und vieler Gemeinden. Während Israel den größten Angriff seit seiner Staatsgründung erlebte, wäre es naheliegend gewesen, dass Christen ihre Stimme erheben und sich unmissverständlich an die Seite des jüdischen Volkes stellen. In vielen Gemeinden geschah das auch. Doch gleichzeitig zeigte sich in manchen eine befremdliche Distanz. Fake News, antijüdische Stereotype und politisch gefärbte Narrative fanden ihren Weg in christliche Kreise. Plötzlich wurde Israel wieder zur „heißen Kartoffel“, die man lieber vom Gottesdienst fernhielt – ein Trend, der in Teilen der evangelischen Kirchen schon länger sichtbar ist.

 

Doch genau in dieser Zeit der Verwirrung öffnete Gott neue Türen. Während einige sagten: „Israel ist politisch, und Politik gehört nicht in den Gottesdienst“, wuchs andernorts eine neue geistliche Sensibilität. Besonders im Norden Deutschlands begannen Gemeinden, die über Israel kaum nachgedacht hatten, plötzlich das prophetische Wort neu zu entdecken und baten mich vermehrt um Israel-Vorträge.

Vor zwei Jahren brachte ich meine Not im Gebet vor den Herrn: „Warum kommen so wenige Einladungen aus dem Norden? Ich gehe, selbst wenn dort nur zehn oder fünfzehn Leute sitzen.“ Gott antwortete – nicht durch Worte, sondern durch Gelegenheiten. Auf unseren letzten Vortragsreisen durften Shelly und ich in vielen norddeutschen Gemeinden predigen, die wir zuvor nicht kannten. Doch überall warteten volle Säle: Menschen mit offenen Herzen, die nach Wahrheit hungerten und spürten, dass Gott heute wieder durch Israel spricht.

Geplantes Denkmal vor Jerusalem
Israel-Vortrag in der FEG – Eutin, Nov. 2025

Christen, die die prophetischen Schriften ernst nehmen, erkennen: Gott sammelt sein Volk heute sichtbar vor unseren Augen zurück ins Land Israel, um es für die Wiederkunft unseres Herrn vorzubereiten. Gleichzeitig verstehen sie, dass der weltweite Hass gegen Israel, die Verleumdungen, Terrorangriffe und die Feindschaft der Nationen nicht bloß politische Spannungen sind, sondern geistliche Gegenkräfte, Werke des Widersachers, der versucht, Gottes Plan aufzuhalten. Denn der Feind weiß, was die Bibel klar sagt: „Ihn [Jesus] muss der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten, in denen alles wiederhergestellt wird“ (Apg. 3,21).

Jesus sprach in Matthäus 24 von „Kriegen und Kriegsgerüchten, Pandemien und Erdbeben“ als Warnsignale. Sie erinnern uns daran, dass Gott die Geschichte lenkt und die Welt aufrüttelt, damit Menschen seine Stimme hören. So war es schon in Ägypten: Die zehn Plagen waren nicht eine Strafe, sondern ein geistliches Wecksignal. Gott erschütterte eine Nation, damit sie erkennt: Der Gott Israels steht treu zu seinem Volk und führt es in das Land, das er verheißen hat. Viele Ägypter verstanden das und schlossen sich Israel an, als es auszog (2. Mose 12,38).

Dasselbe Muster sehen wir heute. Die von Jesus genannten Zeichen treten mit einer Intensität auf, wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Auch sie sind kein blindes Chaos, sondern Gottes Ruf an die Menschheit, sich zu entscheiden. Und wie damals reagieren die Menschen unterschiedlich:

Die einen verhärten sich, glauben den Lügen, wenden sich gegen Israel und verschließen ihr Herz.
Die anderen wachen auf, erkennen Gottes Treue und stellen sich bewusst an die Seite Israels. Sie sehen: Die Wiederherstellung Israels ist keine politische Zufälligkeit, sondern Erfüllung biblischer Verheißungen – Vorbereitung für den größten Moment der Weltgeschichte:

„Und sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben.“ (Sacharja 12,10)

Alles, was wir heute erleben, führt auf diesen einen Höhepunkt zu.

Ein Denkmal für die Wahrheit

Ein Vermächtnis, das weiterlebt. Werde Teil davon.

 

Zu Ehren von Ludwig Schneider (1941–2018) entsteht an der Einfahrt nach Jerusalem ein Wahrheits-Denkmal, das das Lebenswerk eines Mannes sichtbar macht, der unermüdlich für Israel, gegen Antisemitismus und für die Wahrheit Gottes einstand.

Geplantes Denkmal vor Jerusalem
Israelische Flagge
Warum Israel in den Gottesdienst gehört

Warum Israel in den Gottesdienst gehört

Gott hat sein Volk und seine Stadt in den Mittelpunkt der Heilsgeschichte gestellt und die Gemeinde ist berufen, Zeuge, Fürbitter und Wächter zu sein.

 

Doch viele Gemeinden behaupten, das Thema Israel sei „politisch“ und gehöre deshalb nicht in den Gottesdienst. Das ist nicht nur ein Irrtum, es ist ein gefährlicher geistlicher Blindfleck. Denn wenn die Kirche heute wieder schweigt, überlässt sie die Deutungshoheit über Israel den weltlichen Medien. Wer schweigt, wenn die Wahrheit oder Israel angegriffen wird, macht sich mitschuldig.

Israel und die Gemeinde

Verschlossene Türen – offenes Schweigen: Während Christen am Jahrestag des 7. Oktober für Israel beten und Solidarität zeigen wollen, bleibt der Kölner Dom verschlossen. Ein Symbol für das Schweigen der Kirche – dort, wo ihre Stimme am lautesten sein müsste. (Foto: Shutterstock)

Es ist, als würden Eltern sich weigern, mit ihren Kindern über Sexualität oder Drogen zu sprechen, in der Annahme, das sei „kein Thema für Zuhause“. Doch dann stellen sie überrascht fest, dass ihre Kinder ihr Weltbild längst aus weltlichen Quellen geformt haben. Genauso verhält es sich mit Israel: Wenn die Kirche nicht mehr biblisch darüber lehrt, dann tut es die Welt, aber ohne Wahrheit, ohne Geist, ohne Gottes Perspektive. Das Ergebnis?

Die Kirche schweigt und die Geschichte beginnt sich zu wiederholen. Denn wenn die Kanzel verstummt, übernimmt die Welt die Auslegung und mit ihr auch die Lüge. So lassen sich Christen von weltlichen Narrativen leiten und positionieren sich unbewusst auf Seiten jener, die Israel anklagen. Die Geschichte zeigt uns bedrückend deutlich, wohin schweigender Glaube führen kann: Im 20. Jahrhundert blieben Millionen stumm, während das Volk Gottes verfolgt und vernichtet wurde.

 

In den folgenden Zeilen über die Parallelen der Wiederherstellung Israels – damals und heute – wirst du erkennen, wie stark die Bibel in politische Ereignisse hineinwirkt. Sie zeigt uns, dass das, was heute in Israel geschieht, kein Zufall ist, sondern Teil von Gottes Heilsplan und dass selbst politische Entwicklungen uns auf die Wiederkunft Jesu vorbereiten können.

 

Die Wiederherstellung Israels – damals und heute

Zweimal in der Geschichte wurde das Volk Gottes in die Verbannung geführt. Beim ersten Mal lebten sie 70 Jahre im Exil in Babylon, bevor Gott sie zurückführte und beim zweiten Mal 2.000 Jahre lang zerstreut unter die Nationen. Doch beide Male blieb die göttliche Verheißung dieselbe: Das Volk Israel wird heimkehren. Die Rückkehr aus Babylon durfte nicht länger als 70 Jahre dauern, denn die Propheten hatten angekündigt, dass der Messias in Israel geboren werden würde. Damit sich diese Verheißung erfüllen konnte, führte Gott sein Volk rechtzeitig zurück, um Jerusalem und das Land wiederherzustellen.

Die Mauer Jerusalems – Symbol der Wiederherstellung

Im Buch Nehemia (Kapitel 4,1-2) lesen wir von einem entscheidenden Moment: Als die Juden nach dem Exil begannen, die Mauern Jerusalems wieder aufzubauen, erhob sich plötzlich Widerstand von allen Seiten. Die Nachbarvölker – Ammoniter, Araber und andere – verspotteten sie und ihr Zorn führte zu Angriffen gegen Israel. Doch Nehemia und das Volk gaben nicht auf. Sie beteten, sie arbeiteten, sie kämpften – mit der Kelle in der einen Hand und dem Schwert in der anderen. Ihr Glaube trug sie durch Spott, Drohungen und Intrigen. Und nach nur 52 Tagen war die Mauer vollendet – ein sichtbares Zeichen, dass Gottes Hand über seinem Volk ist.

Die Parallele zu unserer Zeit

Diese biblische Geschichte klingt erschreckend aktuell. Seit der Wiedergründung des Staates Israel im Jahr 1948 erleben wir ein ähnliches Muster. Auch heute erheben sich Nachbarn gegen die Rückkehr des jüdischen Volkes in sein Land. Gleich nach der Staatsgründung griffen fünf arabische Armeen das neugeborene Israel an – mit dem erklärten Ziel, es zu vernichten. Doch wie damals blieb das Volk standhaft. Es baute, pflanzte, verteidigte und glaubte. Aus den Trümmern der Shoah entstand ein blühendes Land – eines der innovativsten und lebendigsten der Welt.

Siebzig Jahre lang lag Jerusalem in Trümmern, bis Gott sein Volk aus Babylon zurückführte. Zweitausend Jahre lang war das Land verödet, bis 1948 die Juden aus der ganzen Welt zurückkehrten und das Land wieder zum Leben erweckten. Warum regte sich seit ihrer Rückkehr solch ein heftiger Widerstand gegen Israel?

Die Bibel gibt eine klare Antwort:

„Als Sanballat und Tobija und die Araber, die Ammoniter und die Asdoditer hörten, dass die Wiederherstellung der Mauer von Jerusalem fortschritt … da wurden sie sehr zornig.“ (Neh. 4,1)

Dieser Vers und weitere im Buch Nehemia (2,10) geben uns nicht nur die Tatsache wer über die Rückkehr Israels zornig wurde, sondern, den eigentlichen Grund für ihren Zorn – die Wiederherstellung Jerusalems. Es waren keine politischen oder menschlichen Gründe für die Ursache der feindlichen Angriffe. Denn sie waren doch gerade erst ins Land gekommen und hatten noch gar nicht die Möglichkeit, ihren Nachbarn etwas anzutun, sie zu ärgern oder ihnen einen Grund für diesen Zorn zu geben. Nein. Es war damals und ist auch heute ein geistlicher Widerstand:
Der Feind erkannte, dass die Wiederherstellung Jerusalems und des Landes Israel den Plan Gottes und das erste Kommen des Messias vorantrieb, und versuchte dies mittels Angriffen zu verhindern.

 

Auch heute begegnet Israel massivem Widerstand – nicht nur von Nachbarstaaten, sondern weltweit. Der wachsende Hass ist kein politisches Phänomen, sondern geistlich begründet: Laut Paulus ist die Wiederherstellung Israels eine Voraussetzung für die Wiederkunft Jesu. „Den [Jesus] muss der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten der Wiederherstellung.“ (Apg. 3,21) Nicht politische Entscheidungen, mediale Narrative, wie die Siedlungspolitik oder der erfundene Genozid, ist der Grund für die Angriffe aus Israel, sondern Gottes Heilsplan.

 

Wie damals Nehemias Bauleute Spott und Widerstand erlebten, sieht sich auch der Staat Israel heute Angriffen durch Kriegen, Medien, Politik und selbst Teile der Kirche ausgesetzt. Dass die Welt sich durch Täuschung beeinflussen lässt, überrascht wenig – sie kennt die Wahrheit der Schrift nicht. Doch das Schweigen vieler Kirchen und Gemeinden angesichts von Verleumdung und Angriff auf Israel ist eine Tragödie. Wer Gott liebt, kann angesichts von Verurteilung und Angriffen gegen sein Volk nicht gleichgültig bleiben.

Wir leben sichtbar in der Zeit der Wiederherstellung Israels: Jede Rückkehr eines Juden nach Israel, jeder gepflanzte Baum und jedes wieder aufgebaute Haus bezeugen, dass Gott heute seine Verheißungen an Israel erfüllt. Mit jedem Schritt dieser Wiederherstellung rückt auch die Wiederkunft Jesu näher.

Mauer Jerusalems

Die Mauer Jerusalems in unseren Tagen. (Foto: Shutterstock)

Die biblische Botschaft ist zeitlos: Gott vollendet, was Er begonnen hat – „Und die Mauer wurde fertig“ (Neh. 6,15). In jeder Phase der Wiederherstellung Israels begegnen wir neuen Herausforderungen. Daher sind wir aufgerufen, durch Gebet, Unterstützung und Engagement aktiv am göttlichen Plan mitzuwirken. Indem wir uns heute für die Wiederherstellung Israels einsetzen, gestalten wir die Zukunft und bereiten den Weg für Sein Kommen.

 

Israel gehört in den Gottesdienst

Die Bibel trennt nie zwischen „Glaube“ und „Politik“ im modernen Sinn. Gott ist Herr über alle Bereiche des Lebens, auch über Nationen, Regierungen und politische Entwicklungen. Darum ist es unbiblisch, zu sagen, Israel oder politische Themen hätten „nichts im Gottesdienst verloren“.

Hier sind zentrale Bibelstellen, die belegen, dass Gott auch in staatliche, nationale und politische Angelegenheiten hineinwirkt, und dass sein Volk dazu berufen ist, darin zu beten, zu handeln und Zeugnis zu geben:

 

1. Jerusalem ist Gottes Thema – also auch unseres

„Denn der HERR hat Zion erwählt, er hat es zu seinem Wohnsitz begehrt.“ (Ps. 132,13)

2. Jesus selbst sprach über politische Themen

„Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.“ (Matt. 22,21)

3. Christen sollen für Regierende beten – auch im Gottesdienst

„So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen darbringe für alle Menschen, für die Könige und alle, die in hoher Stellung sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.“ (1. Tim. 2,1-2)

4. Propheten sprachen ständig zu Königen und Politikern

„Und Nathan kam zu David und sprach zu ihm: … Du bist der Mann!“ (2. Sam. 12,7)

5. Gott selbst setzt Könige ein und ab

„Er ändert Zeit und Stunde; er setzt Könige ab und setzt Könige ein.“ (Dan. 2,21)

6. Gott erwartet von seinem Volk, dass es für seine Nation eintritt

„Suchet den Frieden der Stadt, in die ich euch habe wegführen lassen, und betet für sie zum HERRN; denn wenn es ihr wohlgeht, so geht es auch euch wohl.“ (Jer. 29,7)

7. Gott behandelt Nationen nach ihrem Umgang mit Israel

„Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde.“ (1. Mo. 12,3)
„Ich werde mit ihnen [den Nationen] ins Gericht gehen wegen meines Volkes und meines Erbteils Israel.“ (Jo. 4,2)

8. Die Völker gehören Gott

„Denn die Königreiche dieser Welt sind geworden unseres Herrn und seines Christus, und er wird herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ (Off. 11,15)

9. Die Gemeinde soll prophetisch in die Welt hineinsprechen

„Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.“ (Matt. 5,14)

10. Gott lenkt die Geschichte der Nationen durch Israel

„Er bestimmte die Grenzen der Völker nach der Zahl der Kinder Israels.“ (5. Mo. 32,8)

11. Die Bibel warnt: Schweigen über Israel ist Untreue gegenüber Gott

„Auf deine Mauern, Jerusalem, habe ich Wächter bestellt, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nicht mehr schweigen sollen.“ (Jes. 62,6)

 

Fazit

Das Schweigen über Israel ist nicht Neutralität, sondern Ungehorsam! Die Bibel ist kein politisch neutrales Buch, sondern das lebendige Zeugnis von Gottes Handeln in Geschichte, Völkern und Nationen. Gott hat sein Volk und seine Stadt in den Mittelpunkt der Heilsgeschichte gestellt und die Gemeinde ist berufen, Zeuge, Fürbitter und Wächter zu sein.

Wer Israel im Gottesdienst meidet, weil es „politisch“ sei, verkennt die Bibel selbst:
Sie ist das politischste Buch der Weltgeschichte – voll von Königen, Völkern, Nationen und Gottes Eingreifen in ihre Geschicke.

„Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott.“ (Jesaja 40,1)

Das ist kein politisches Statement.
Das ist ein göttlicher Auftrag an die Gemeinde Jesu.

 

Israel ist nicht nur ein Land auf der Landkarte, sondern der sichtbare Beweis, dass Gottes Wort lebendig und wahr ist. Gottes Herz schlägt um sein Volk und sein Land und so sollte auch das Herz jeder Gemeinde und jedes Christen für Gottes Volk schlagen. Gerade jetzt, wo Lüge und Hass zunehmen, sind wir berufen, Licht und Stimme zu sein, das „Salz der Erde“, denn „wenn das Salz fade wird, womit soll es wieder salzig gemacht werden? Es taugt zu nichts mehr“ (Matt. 5,13).

Israelische Flagge
Gott hat uns berufen, seine Antwort an diese Welt zu sein

Gott hat uns berufen, seine Antwort an diese Welt zu sein

Viele Menschen fragen: „Wenn Gott so gut ist, warum lässt er dann so viel Böses in der Welt zu?“

Doch die eigentliche Frage ist nicht, warum Gott Schlechtes zulässt, sondern warum die Heiligen des Allerhöchsten es zulassen.

Gott hat uns die Verantwortung für die Erde anvertraut. Das ist eine gewaltige Wahrheit, die wir neu begreifen müssen. „Der Himmel ist der Himmel des Herrn; aber die Erde hat er den Menschenkindern gegeben.“ (Psalm 115,16) Jesus selbst bekräftigte diesen Gedanken im Vaterunser-Gebet. „Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden.“ (Matthäus 6,10) Das bedeutet: Der Wille Gottes soll auf Erden genauso geschehen wie im Himmel.

Dabei fällt ein kleines, aber bedeutendes Wort auf: „unser“. Er lehrte uns nicht zu beten: „Mein Vater“, sondern „Unser Vater“. Dieses „unser“ verpflichtet uns. Es weitet unseren Blick über das eigene Leben hinaus – auf unsere Stadt, unser Land, unsere Nation.

 

Wenn wir also die Nachrichten lesen – über zunehmende Kriminalität in unserer Stadt, über den Aufstieg des Islams in Europa, den weltweit steigenden Hass auf Juden – fragen wir uns dann: „Ist das mein Problem?“ Oder erkennen wir: „Ja, es betrifft uns alle. Es ist unser Auftrag, zu handeln, zu beten, einzustehen, wie Daniel es tat, der dreimal täglich für sein Volk betete (Daniel 6,11).

Gott hat uns berufen, Verantwortung zu übernehmen, nicht wegzusehen. Er befiehlt uns, für unsere Städte, unsere Nationen und ihre Leiter einzustehen.

Gott ruft uns auf, Verantwortung zu übernehmen, nicht wegzusehen. Er befiehlt uns, für unsere Städte, unsere Nationen und ihre Leiter einzustehen.

Der kürzlich ermordete gläubige Christ und Politiker Charlie Kirk sagte einmal treffend:

„Demokraten und Gottlose engagieren sich heute oft stärker in der Politik als viele Christen und das ist ein trauriges Zeugnis. Zu viele Gläubige sagen: ‚Politik ist schmutzig, da halte ich mich lieber raus.‘ Doch genau das ist nicht Gottes Haltung.“ In Jeremia 29,7 heißt es: „Suchet das Wohl der Stadt, in die ich euch geführt habe, und betet für sie zum HERRN; denn wenn es ihr wohlgeht, so geht es auch euch wohl.“

 

Gott ruft uns auf, Verantwortung zu übernehmen, nicht wegzusehen. Er befiehlt uns, für unsere Städte, unsere Nationen und ihre Leiter einzustehen. Selbst wenn wir keine sofortigen Erfolge sehen, zählt eines vor allem: Gehorsam gegenüber Gott. Denn echter Glaube zeigt sich nicht in Rückzug, sondern im mutigen Handeln – im Vertrauen, dass Gott durch uns wirken will.

 

Meine lieben christlichen Brüder und Schwestern,

das muss uns wichtig sein, wenn wir erleben wollen, wie der Himmel unsere Städte und unsere Nation umfassen soll!

Viele sagen: „Die Kirche müsste …“ oder „Eure Gemeinde sollte …“, doch solange wir von ‚die Kirche‘ statt ‚unsere Kirche‘ sprechen, haben wir uns bereits innerlich distanziert. Die europäische Kultur hat den Individualismus so weit getrieben, dass das Wir fast verloren ging. Leider ist ein Großteil der Verantwortungsabgabe seitens der Kirche auf kulturelle Einflüsse zurückzuführen. Die europäische Kultur hat einen egoistischen Individualismus so weit gefördert, dass das Gemeinschaftsleben von allen Seiten bedroht ist. Das Reich Gottes ist kein Individualprojekt, es ist Familie, Gemeinschaft, Verantwortung füreinander. Die meisten Menschen sind sich kaum bewusst, wie stark ihre Entscheidungen, die Gemeinschaft um sich herum beeinflussen können. Wenn wir aufwachen und Verantwortung für unsere Gemeinschaften übernehmen wollen, werden wir uns zwangsläufig mit dem Individualismus in und um uns herum auseinandersetzen müssen.

 

Jesus sagte, wir sollen alle Völker zu Jüngern machen, aber die Kirche hat diesen großen Auftrag auf, Jünger in allen Nationen zu machen, reduziert.

Jesus beauftragte uns: „Darum geht hin und macht zu Jüngern alle Völker.“ (Matthäus 28,19) Doch im Laufe der Zeit hat die Kirche diesen Auftrag abgeschwächt – aus „alle Völker zu Jüngern machen“ wurde „Jünger in allen Nationen machen“. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Gott will nicht nur einzelne Menschen verändern, Er will ganze Nationen verwandeln. Er hat seiner Gemeinde die Autorität des Himmels anvertraut, um seinen Willen auf Erden sichtbar zu machen. Damit das geschieht, müssen wir unsere geistliche Identität neu entdecken: Wir sind keine hilflosen Bittenden, sondern königliche Priester, berufen, den Himmel auf die Erde zu bringen (s. v. Rdbr. Zurück in die königliche Berufung der Gemeinde). Es ist Zeit, unsere Armutsmentalität und das Denken der Ohnmacht abzulegen. Wir sind nicht Zuschauer des Weltgeschehens – wir sind Gestalter im Auftrag Gottes. Er wartet nicht darauf, dass Politiker, Systeme oder Ideologien die Welt verändern. Er wartet auf sein Volk, das aufsteht, betet, handelt, Verantwortung übernimmt und Licht in die Dunkelheit bringt. Denn die Frage bleibt: Wenn Gott uns die Erde anvertraut hat – was machen wir daraus?

Spiegel: Gotteskrieger

Die aktuelle Spiegel-Ausgabe mit dem Titel „Gotteskrieger“ stellt christliche Politiker als gefährliche Fanatiker dar.

Die aktuelle Spiegel-Ausgabe mit dem Titel „Gotteskrieger“ zeichnet ein einseitiges und verzerrtes Bild gläubiger Politiker, indem sie sie als religiöse Fanatiker darstellt. Anstatt zu erkennen, dass christliche Werte wie Nächstenliebe, Verantwortung und moralische Orientierung das Fundament einer gesunden Gesellschaft bilden, werden Politiker – insbesondere die aus der Regierung von Donald J. Trump – die ihren Glauben offen bekennen, verspottet und angegriffen – nicht nur von der säkularen Welt, sondern zunehmend auch von Christen selbst.
Wir beten: „Dein Reich komme, Dein Wille geschehe…“ – doch wenn Gott tatsächlich gläubige Politiker beruft, die moralische Ordnung, Familienwerte und den Schutz Israels fördern, reagieren viele Gläubige mit Ablehnung oder Misstrauen.

 

Wenn wir uns klein und machtlos fühlen, neigen wir dazu, Gottes Wort auf ein Maß zu reduzieren, das wir aus eigener Kraft erreichen können, nur um uns nicht schuldig zu fühlen, das, was Gott wirklich von uns verlangt, nicht erfüllt zu haben.
Darum ist es so wichtig, dass wir lernen, die Heilige Schrift mit der Identität königlicher Priester zu lesen – nicht aus Schwäche, sondern aus der Autorität heraus, die Gott uns gegeben hat. Beginnen wir mit diesen Worten Jesu:

 

„Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.“ (Mt 28,18–20)

 

Wir sind Gottes Antwort an die Welt. Nicht aus eigener Kraft, sondern durch seine Gegenwart in uns. Er hat uns Autorität verliehen, um sein Reich sichtbar zu machen. Die Welt wartet auf die Offenbarung der Söhne und Töchter Gottes (Römer 8,19). Sie wartet auf Menschen, die wissen, wer sie sind, und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – in Liebe, Wahrheit und Vollmacht. Wenn wir erkennen, dass Gott uns Verantwortung übertragen hat, wird unser Gebet „Wie im Himmel – so auf Erden“ zu einem Lebensstil und zu einem Call to action (Aufruf zum Handeln). Dann fragen wir nicht mehr: „Warum lässt Gott das Böse zu?“ Sondern sagen: „Herr, zeig mir, was ich tun soll, um dein Reich sichtbar zu machen.“

 

Ein Aufruf zum sofortigen Handeln gegen Halloween

Wenn wir begreifen, dass Gott uns die Verantwortung für diese Welt anvertraut hat, bedeutet das auch, dass wir geistlich wachen müssen über das, was in unseren Städten geschieht. Doch zu viele Christen betrachten das Böse nur aus der Ferne – statt aufzustehen, zu beten und dagegen anzugehen. Viele Christen beteiligen sich sogar an Festen wie Halloween, ohne zu erkennen, welche geistliche Dimension dahintersteht. Aber Dunkelheit weicht nicht durch Schweigen – sie weicht nur durch Gebet, Licht und Wahrheit. Gerade in diesen Tagen, in denen sich die Welt auf das sogenannte Halloween vorbereitet, sind wir als Kinder des Lichts aufgerufen, wachsam zu sein. Was vielen als harmlose Unterhaltung erscheint, ist in Wirklichkeit ein Fest, das Tod, Angst und Finsternis verherrlicht, das genaue Gegenteil dessen, wofür Christus gestorben und auferstanden ist. Die Bibel fragt: „Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?“ (2. Korinther 6,14) Wir sind nicht berufen, die Dunkelheit zu dulden oder mitzufeiern, sondern sie zu überwinden – mit dem Licht Christi (Joh. 1,5).

Halloween hat mit Kirche nichts zu tun

Auch in Mittelfranken hat sich Halloween durchgesetzt. Die Melanchtonkirche in Nürnberg ist geschmückt mit Kürbissen, Gruselzeug und Nebelmaschine. Pfarrerin Tia Pelz, sind Sie dann auch verkleidet? Gleichzeitig wird am 31. Oktober Reformationstag von Martin Luther gefeiert.

Halloween ist keine harmlose Tradition. Es ist eine geistliche Täuschung, die Menschen – besonders Kinder – an die Finsternis gewöhnt. Während viele feiern, öffnet sich geistlich eine Tür, durch die Angst, Okkultismus und geistliche Verwirrung ihren Weg finden. Doch wir, das Volk Gottes, sind nicht Zuschauer, sondern Wächter! Wie Nehemia über den Mauern Jerusalems Wächter aufstellte, die Tag und Nacht beteten, um die Stadt zu schützen. Heute ruft Gott uns, die geistlichen Mauern unserer Städte wieder aufzubauen, durch Fürbitte, Lobpreis und mutiges Zeugnis.

 

Ich möchte dich einladen, in diesen Tagen, besonders am kommenden Freitag (31.10.2025) bewusst aufzustehen. Schließe dich mit anderen Gläubigen zusammen, in deiner Familie, Gemeinde oder Nachbarschaft und betet um Gottes Schutz über eure Stadt, über die Kinder, über die Familien. Bete, dass das Licht Christi heller leuchtet als jedes Symbol der Finsternis. Bete, dass Menschen erkennen, welche geistlichen Mächte hinter solchen Festen stehen.

 

Trenne dich, um zu leuchten!

Wir sind nicht dazu berufen, an Finsternis teilzunehmen, sondern sie zu überwinden. Darum lasst uns und unsere Kinder nicht an Halloween teilnehmen, sondern bewusst Licht verbreiten: durch Liebe, durch Gebet, durch Zeugnis. Ersetze die Nacht der Angst mit einer Nacht des Lichts. Statt Kostümen, Kerzen und Gruselgeschichten – bete, singe, lobe Gott und bringe Hoffnung in deine Nachbarschaft. Denn jedes Mal, wenn du dich entscheidest, das Gute zu tun, wo andere das Böse feiern, wird das Reich Gottes sichtbar – wie im Himmel, so auf Erden.

 

Ein Gebet für diesen Tag:

Herr, wir danken dir, dass du uns als Licht in diese Welt gesandt hast.
Vergib uns, wo wir uns mit der Finsternis abgefunden haben.
Stärke uns, mutig aufzustehen – für unsere Städte, unsere Familien und unsere Nation.
Beschütze unsere Kinder vor allen Einflüssen des Bösen.
Lass dein Licht heller scheinen als jede Dunkelheit.

Dein Reich komme, dein Wille geschehe – wie im Himmel, so auch auf Erden.
Amen!

Israelische Flagge