Der Apostel Paulus schildert ein Symbol mit zwei Olivenbäumen, einem edlen und einem wilden Baum. Mit dem edlen Olivenbaum ist Israel gemeint. Er ist edel, weil er von Gott selber gezüchtet und bearbeitet wurde. Gott hat ihn aus einer Person erschaffen, aus Abraham, dann Isaak und Jakob, als ein Model für die ganze Welt. Alle restlichen Völker sind mit dem wilden Baum symbolisiert. Wilder Baum, weil die restlichen Völker im Gegensatz zu Gottes Volk Israel wild aufwuchsen, ohne Gottes Züchtigung und Erziehung.

Wurzel trägt die Christen

So lehrt uns Paulus etwas sehr Wichtiges über eine gegenseitige Beziehung zwischen Christen und Juden:

»Doch einige dieser Zweige – damit sind die Juden gemeint – wurden herausgebrochen, und du, der Zweig eines wilden Ölbaums, wurdest eingepfropft. Nun erhältst du ebenfalls Kraft aus der Wurzel des Ölbaums und nährst dich von seinem Saft.« (Römer 11,17).

Darin sehen wir, dass die Wurzeln des Christentums im Judentum zu finden sind.

Olivenbaum aus der Zeit Jesu im Garten Gethsemane, Jerusalem

Auch die eingepfropften Zweige – sprich: Die Christen aus den Nationen haben eine wichtige Aufgabe zur Erhaltung der Wurzel, die sie trägt.

Die Christen erhalten die Wurzel am Leben

Im Garten Gethsemane in Jerusalem stehen noch acht Olivenbäume aus der Zeit Jesu, die angeblich 2000 Jahre alt sind. Sie wurden all die Jahre von den Mönchen der nahen christlichen Kirchen gepflegt und bewahrt. Der Grund weshalb diese Bäume so viele Hunderte Jahre am Leben blieben, war nichts anderes, als die eingestopften jungen Zweige in den alten Stamm, der von der Wurzel getragen wird. Diese jungen Zweige sorgten dafür, dass die Wurzel angeregt wurde, ununterbrochen – bis zum heutigen Tage – “Leben” durch den Stamm in die Äste und Zweige fließen zu lassen und der Baum nicht abgestorben ist.

So sehen wir, dass die wilden Zweige nicht nur der Fettigkeit des Ölbaumes teilhaftig geworden sind, sondern auch eine besondere Aufgabe haben: Den gesamten edlen Ölbaum – bis zur Ernte – am Leben zu erhalten.

Christen kämpfen für Israel

Die verheißene Ausgießung des Heiligen Geistes auf das Volk Israel steht noch aus. Sie wird erst dann stattfinden, wenn Israel wiederhergestellt ist, denn es ist heute immer noch geistlich tot und kann sich deswegen nur physisch – mit Panzern und Raketen – gegen seine Feinde wehren. Parallel zu den physischen Angriffen tobt in der unsichtbaren Welt der geistliche Kampf der bösen Mächte des Teufels, die versuchen Gottes Heilsplan mit Israel zu zerstören.

Ein Beispiel dafür sind unter anderem die Beschlüsse der UNESCO, die Israel immer wieder das Recht aufs verheißene Land absprechen. Erst kürzlich wurde behauptet, dass niemals ein jüdischer Tempel auf dem Jerusalemer Tempelplatz stand.  Die neueste Attacke gegen Israel ist die Behauptung, dass die Grabstätte der in Hebron begrabenen Erzväter des Judentums – Abraham, Isaak und Jakob – keine jüdischen-, sondern palästinensische heilige Stätten seien.

Wie gesagt – für derartige geistliche Angriffe hat das Volk Israel noch keine Abwehrwaffen, denn man kann nicht mit Panzern und Raketen auf die bösen teuflischen Mächte in den himmlischen Regionen schießen. Das geht nur mit geistlichen Abwehrwaffen.

Genau dafür hat Gott sich ein geistliches Volk auserwählt – das sind die hineingepfropften jungen wilden Ölzweige – die Christen aus den Nationen.

So wie die jungen eingepfropften wilden Ölzweige die Wurzeln der acht Olivenbäume im Garten Gethsemane all die Jahre am Leben erhalten haben, so hatten und haben auch die Christen die Aufgabe, mit ihren geistlichen Abwehrwaffen – mit Gebeten und Proklamationen – an der Seite Israel zu kämpfen.

Mehr über dieses Thema in meinem neuen Buch!

 

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Doron Schneider - Newsletter aus Israel

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