Teil 2 – Die apokalyptischen Reiter bereits in unserer Mitte

Teil 2 – Die apokalyptischen Reiter bereits in unserer Mitte

Die apokalyptischen Reiter

→ Teil 1 – Die apokalyptischen Reiter

Die apokalyptischen Reiter und die Palästina-Flagge

Es ist kein Zufall, dass die vier Reiter der Apokalypse dieselben Farben, wie die palästinensische Flagge haben?

Die Farben der apokalyptischen Pferde sind, weiß, rot, schwarz und „fahl“ (grün). Das altgriechische Wort „khlōros“, das in Offenbarung 6,8 mit „fahl“ übersetzt wird, wird häufiger im NT mit „grün“ übersetzt.

Dies würde bedeuten, dass die apokalyptischen Pferde in den Farben Weiß, Rot, Schwarz und Grün erscheinen – exakt die Farben, die auch die palästinensische Flagge zieren.

Terrorist hält die palästinensische Flagge
Palästinensische Flagge mit weiß, rot, schwarz und grün Farben, wie die vier apokalyptischen Pferde.
Die vier Farben der apokalyptischen Reiter sind nicht nur die Farben der palästinensischen Flagge, sie umfassen auch die Farben des Irak, Sudan, Afghanistan, der Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwaits, Libyens, Irans, Kenias, Jordaniens, Syriens, Turkmenistans und der Muslimbruderschaft. Alle diese Nationen wollen an der islamischen Eroberung der Welt mitwirken, alle wollen an der Vernichtung Israels mitwirken, alle wollen ein globales Kalifat, alle sind Teil des grünen apokalyptischen Reiters, dem die drei anderen Pferde den Weg frei bahnten.
Flaggen in schwarz, weiß, rot, grün

Am 7. Oktober entfachten die Palästinenser mit dem grausamen Massaker den Funken für den entscheidenden Endkrieg, der zahlreiche arabische Staaten mit sich riss und nicht nur den Nahen Osten, sondern die gesamte Welt veränderte.

Seitdem weht diese Flagge mit Stolz auf anti-israelischen Demonstrationen, sei es auf den Straßen oder in den Universitäten, nicht nur von Muslimen, sondern auch Europäern. Mit dieser vierfarbigen Flagge streben sie danach, eines Tages ein globales Kalifat in Europa zu errichten und ihren tiefen Hass gegen Israel zu zeigen. Bewusst wird diese palästinensische Flagge mit ihren apokalyptischen Farben auf Staatssymbole weltweit projiziert.

Auf den ersten Blick mag es so erscheinen, als ginge es um die Unterstützung der palästinensischen Sache, doch in Wirklichkeit verbirgt sich dahinter ein tief verwurzelter Hass gegen Israel und das jüdische Volk, dem jegliches Existenzrecht „zwischen Mittelmeer und Jordan“ abgesprochen wird.

 

Während sich nahezu die gesamte Welt, mit Ausnahme der USA, hinter die Palästinenser stellt, bleibt eine entscheidende Frage unbeantwortet: Warum ist kein einziges Land bereit, die Palästinenser aus Gaza aufzunehmen, obwohl sie so leidenschaftlich für deren Sache eintreten?

 

All dieser Hass auf Israel geschieht im Namen einer Flagge, der Flagge Palästinas: weiß, rot, schwarz und grün. Diese Farben symbolisieren die Kräfte des Widerstands gegen Israel in der Endzeit.

Palästinensische Flagge wird auf dem Big Ben gehisst
Ein Demonstrant kletterte mit einer palästinensischen Flagge auf den Londoner Big Ben.

Seit dem palästinensischen Massaker am 7. Oktober gegen Israel, befinden wir uns inmitten einer sich zuspitzenden Ära von „Kriegen und Kriegsgerüchten“(Matt. 24,6). Die bevorstehende Welle von Tod und Zerstörung, die dieser Krieg verursachen wird, werden die ganze Welt zutiefst schockieren.

 

Der Reiter auf dem feuerroten Pferd – Krieg

„Und es zog ein anderes Pferd aus, das war feuerrot, und dem, der darauf saß, ihm wurde gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen, damit sie einander hinschlachten sollten; und es wurde ihm ein großes Schwert gegeben.“ (Off. 6,3-4)

Dieser Reiter, bewaffnet mit einem mächtigen Schwert, reitet heran, um den Frieden von der Erde zu nehmen. Dies ist der Moment, den Jesus seinen Jüngern prophezeite, als sie ihn fragten: „Wann wird dies geschehen, und welches Zeichen kündigt deine Wiederkehr und das Ende der Weltzeit an?“ Die Antwort: „Völker werden gegeneinander kämpfen, und Königreiche werden sich gegenseitig angreifen.“ (Matt. 24,3+7)

 

Eskalation an Kriegen

Die Kriege in Libyen, Syrien und Jemen, ausgelöst durch den Arabischen Frühling 2011, führten zu einer Krise in der Sahelzone. Es folgten Konflikte in Berg-Karabach 2020, Tigray, Myanmar 2021 und der Angriff Russlands gegen die Ukraine 2022.

2023 führte das Massaker vom 7. Oktober zu einem Krieg mit Gaza. Die Hisbollah im Libanon eröffnete eine weitere Front mit Israel, während Jemen und Iran Israel mit ballistischen Raketen angriffen. ISIS-Dschihadist Jolani nutzte die Schwäche der syrischen Regierung und Israel eliminierte die komplette syrische Militärpräsenz innerhalb nur 48 Stunden. Wenn wir die wachsende Allianz zwischen Russland und Iran sowie die gemeinsamen Manöver der chinesischen und russischen Marine betrachten, wird die Prophezeiung Jesu an seine Jünger lebendig.

 

Seit 2012 erleben wir eine alarmierende Eskalation an Kriegen in der Welt im Vergleich zu der relativen Ruhe der 1990er und frühen 2000er Jahre. Weltweit sterben mehr Menschen, werden vertrieben oder benötigen Hilfe als je zuvor.

 

Das Wort Gottes hat uns voraus gewarnt: „Sie sprechen: »Friede, Friede!«, wo es doch keinen Frieden gibt.“ (Jer. 8,11) „Wenn sie sagen: Friede und Sicherheit!, dann kommt ein plötzliches Verderben über sie.“ (1. Thess. 5,3)

Der erste Reiter auf dem weißen Pferd brachte eine trügerische Welle des Progressivismus, die der Menschheit eine Illusion von Frieden und Freiheit vorgaukelte.

 

Allianz zwischen dem Westen und dem Islam

UN gibt saudischen Terroristen Rückendeckung
UN-Generalsekretär António Guterres, welcher Terroristen und dem Terrorstaat Iran Rückendeckung gibt, schüttelt die Hand des ISIS-Dschihadisten Al-Jolani, dessen Männer alawitische Syrer zu Tode quälen (untere Bild).

m Westen entsteht eine paradoxe Allianz zwischen dem Islam und den progressiven Bewegungen, die sich gegen Israel positioniert. Dies zeigt sich eindrucksvoll unter anderem in den zahlreichen anti-israelischen Demonstrationen in Universitäten und auf den Straßen rund um den Globus.

Der ISIS-Dschihadist Al-Jolani, jetzt als syrischer Anführer anerkannt, massakriert Tausende Alawiten. Massenverhaftungen und Hinrichtungen von Assad-Unterstützern sind alltäglich, doch die Welt und besonders Europa schweigt. Universitäten, die sonst lautstark Palästinenser unterstützen, ignorieren das Alawiten-Leid. In den letzten Jahren wurden Hunderttausende im Sudan, Syrien, Jemen und Christen in Afrika ermordet, doch jegliche westliche Proteste und Reaktionen bleiben aus. Warum?

 

Weil in all diesen Fällen keine Juden involviert sind – No Jews, No News! (Lese darüber und vieles mehr in meinem neuen Buch No Jews, No News).

No Jews - No News: Doron Schneiders neues Buch

Während die Araber Israel militärisch angreifen und vernichten wollen, verfolgt der Westen ähnliche Ziele durch diplomatische Strategien.

Erstaunlicherweise haben auch alle westlichen Frauenorganisationen sich geweigert, die grausamen Übergriffe auf israelische Frauen am 7. Oktober zu verurteilen und schweigen bis zum heutigen Tag. Wie auch die internationale LGBT-Organisationen enge Solidarität mit Gaza zeigen, obwohl ihnen dort grundlegende Rechte verweigert werden und keiner von ihnen länger als eine Stunde in Gaza überleben würde.

Diese verblüffenden Realitäten, die eine gefährliche Allianz zwischen dem Westen und dem Islam offenbaren, sind das Werk des antichristlichen Geistes, entfesselt durch den ersten Reiter.

 

Die Illusion des weltlichen Progressivismus hat die fundamentalen Säulen unserer Zivilisation erschüttert und die Welt in eine beispiellose Kapitulation gezwungen. Die Kräfte des Progressivismus und des Islam haben sich zu einer Allianz zusammengeschloßen, weil sie letztendlich ein gemeinsames Ziel verfolgen: die Vernichtung Israels.

Diese ungleiche Verbindung des progressiven Westens und des radikalen Islams, zwei entgegengesetzte Kulturen und Ideologien passen nicht zusammen, wie das Eisen und der Ton in Nebukadnezzars Traum in Daniel 2. Doch diese paradoxe Allianz wird nicht halten und letztlich von einem Stein zermalmt werden.

 

Der Reiter auf dem schwarzen Pferd – Hungersnot

In Johannes‘ prophetischer Vision sitzt der dritte Reiter auf einem schwarzen Pferd und trägt „eine Waage in seiner Hand“ und Johannes hört eine Stimme sagen: „Ein Liter Weizen für einen Denar und drei Liter Gerste für einen Denar; und dem Öl und dem Wein schadet nicht“ (Off. 6,6).

Stell dir eine Welt vor, in der ein Arbeitstag kaum das tägliche Brot sichert, während Luxusgüter unberührt bleiben. Dieses Bild des schwarzen Pferdes steht für Hungersnot und Ungerechtigkeit, die die Reichen verschont und die Armen noch mehr unterdrückt.

Unterernährung im Sudan
Etwa 24,6 Millionen Menschen, die Hälfte der sudanesischen Bevölkerung leiden unter Ernährungsunsicherheit.

Humanitäre Helfer warnen vor globaler Nahrungsmittelknappheit. Der Global Hunger Index, erstellt von europäischen Organisationen, nutzt Offenbarung 6, um die Lage zu beschreiben: „Krieg und Hungersnot reiten Seite an Seite. Konflikte stören die Versorgung, zerstören Lebensgrundlagen und treiben Menschen in Angst“ heißt es auf ihrer Webseite. Und laut US-Außenministerium litten 2024 über 733 Millionen Menschen an chronischem Hunger.

Lebensmittelknappheit wird dem Antichristen direkt in die Hände spielen. In Offenbarung 13,17 heißt es: „Niemand darf kaufen oder verkaufen, außer jemand, der das Zeichen oder den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens hat.“ Mit anderen Worten, der Antichrist („das Tier“) wird die Nahrungsmittelversorgung der Welt kontrollieren. Hunger ist ein grundlegendes menschliches Motiv, und der Antichrist wird ihn nutzen, um die Loyalität der Menschen zu sichern.

 

Wenn die Waage in falsche Hände gelangt

In der Hand des Reiters auf dem schwarzen Pferd schimmert das Symbol der Gerechtigkeit – eine Waage, die einst für göttliche Gerechtigkeit stand, nun aber in eine weltlich-progressive Gerechtigkeit verdreht wurde. Diese Verdrehung wurde erst möglich, weil der erste Reiter den Geist des progressiven Wandels geschickt in die Welt eingeführt hat. In Jesu eindringlichen Endzeitrede warnte er vor der drohenden Flut der Gesetzlosigkeit, die die Herzen vieler erkalten lassen wird. (Matt. 24,12)

Der apokalyptische Reiter auf dem schwarzen Pferd

Jesajas Prophezeiung (5,20) erfüllt sich: Was einst als böse galt, wird heute als gut angesehen. Die moralischen Maßstäbe haben sich dramatisch verschoben.

 

Israels Oberster Gerichtshof

Der israelische Oberste Gerichtshof zeigt mehr Mitgefühl für Terroristen als für die unschuldigen Opfer, indem er inhaftierten Terroristen fast luxuriöse Haftbedingungen gewährt, während israelische Geiseln in Gaza noch hungern und gefoltert werden.

 

Internationale Strafgerichtshof

Der Internationale Strafgerichtshof ignoriert die schlimmsten Kriegsverbrecher wie Khamenei, Kim Jong Un und Nasrallah und konzentriert sich stattdessen auf Israels Führung, die ihr Land vor einer Existenzbedrohung verteidigt. Trotz Israels hoher Standards in der Kriegsführung werden Netanjahu und Galant fälschlicherweise des Völkermords beschuldigt.

Israel steht am Rande eines Bürgerkriegs, da der Oberste Gerichtshof die demokratisch gewählte Regierung unter Druck setzt und fast alle neuen Gesetze blockiert. Doch sollten wir wirklich überrascht sein? Diese Regierung verkörpert viele biblische und somit göttliche Werte, während der Gerichtshof ein freimaurerischer Tempel ist. (Entdecke mehr darüber in meinem Blogartikel „Parlament vs. Gerichtshof“)

 

Der Reiter auf dem grünen Pferd – Islam

„Ich sah, und siehe, ein grünes Pferd, und der darauf saß, dessen Name ist »der Tod«; und das Totenreich folgt ihm nach. Und ihnen wurde Vollmacht gegeben über den vierten Teil der Erde, zu töten mit dem Schwert und mit Hunger und mit Pest und durch die wilden Tiere der Erde.“ (Off. 6, 7-8)

Es heißt nicht, dass ein Viertel der Menschheit sterben wird. Aber ein Viertel der Menschheit steht unter islamischer Herrschaft.

 

Mit den folgenden drei Tatsachen über den Islam ist die Frage, wer dieser Reiter auf dem grünen Pferd, dessen Name „Tod“ ist, repräsentiert, geklärt.

  • Grün ist die Farbe des Islam.

 

  • Der Islam ist eine Religion, die den Tod glorifiziert, was sich deutlich in den Plakaten von Selbstmordattentätern zeigt, die stolz in den Schulen und Straßen von Gaza zur Schau gestellt werden.

 

  • Die Muslime machen heute genau ein Viertel der Weltbevölkerung aus. Von 8.16 Mrd. Menschen auf der ganzen Welt sind 2.04 Mrd. Muslime, was genau ein Viertel entspricht.
Islamische Hamas-Terroristen in Gaza
Islamische Hamas-Terroristen in Gaza, die im Westen auf Verständnis und Unterstützung stoßen.

Alles deutet darauf hin, dass der Reiter auf dem grünen Pferd den weltweit bedrohenden Islam symbolisiert. „Was aussieht wie eine Ente, watschelt wie eine Ente und quakt wie eine Ente, das ist wohl eine Ente.“ sagte einmal Netanjahu.

Während wir die zahlreichen Terroranschläge in Israel und weltweit beobachten, wird deutlich, dass sie alle unter dem Banner des Islams verübt wurden.

 

Bevor sie ihre tödlichen Anschläge begehen, rufen sie „Allah U Akbar“, was korrekt übersetzt „Allah ist größer“ bedeutet, im Gegensatz zur häufigen Medienübersetzung „Gott ist groß“. Damit wollen die Islamisten deklarieren, dass ihr Gott Allah größer ist, als unser Gott.

Während der erste Reiter sich als Nachahmer Christi präsentiert, erhebt sich der letzte Reiter mit dem Anspruch, größer als unser und der Gott Israels zu sein.

 

Finale Botschaft

Das Galopp der Pferdehufen aller vier apokalyptischen Reiter sind zu einer lauten Symphonie unruhiger Weltereignisse angeschwollen.

Der weltliche Progressivismus, initiiert vom weißen Reiter, hat sich im Westen und in Israel zu einer neuen Glaubensrichtung entwickelt. Während einige in der Illusion westlicher Träume verharren, galoppiert das grüne Pferd unaufhaltsam weiter, um die Welt mit dem Islam zu durchdringen. Israel fungiert als Schutzschild für den Westen, der ohne es dem Islam längst erlegen wäre. Der Westen erkennt die Gefahr nicht, was dem Islam erlaubt, seine Pläne ungestört fortzusetzen.

 

Seitdem die vier apokalyptischen Reiter in unserer Mitte galoppieren, hat sich die Welt auf beunruhigende Weise gewandelt.

Erinnerst du dich an die schönen Tage, als unsere Kinder noch voller Freude und Abenteuerlust auf Bäume kletterten, die Welt aus einer Höhe entdeckten? Damals, als wir mit Leichtigkeit und ohne die Last endloser Sicherheitskontrollen in den Urlaub flogen? Eine Zeit, in der die Nachrichten nicht von ständigen Kriegsberichten und Sexskandalen dominiert wurden?

Die Welt hat sich nicht aus Zufall verändert. Sogar KI verrät uns die antichristlische Verführung und Taktik des Teufels, der alles tut, um uns von Gott zu entfernen.

 

Hallo ChatGPT:

„Wenn du der Teufel wärst, wie würdest du die Menschen so weit wie möglich von Gott fernhalten, ohne dass sie es merken?“

 

ChatGPT Antwort:

„Ich würde nicht mit offener Ablehnung beginnen, das wäre zu durchschaubar. Vielmehr würde ich subtile Ablenkungen einsetzen, kleine Verschiebungen der Aufmerksamkeit, die zunächst unbedeutend wirken, aber im Laufe der Zeit eine gewaltige Kluft entstehen lassen.

Ich würde damit beginnen, die etablierte Religion zu korrumpieren und sie zu einem Werkzeug der Kontrolle, Heuchelei und Spaltung machen.

Ich würde die Menschen dazu bringen, sich in ihren täglichen Ambitionen, Wünschen und ihrem sozialen Status zu verlieren – nicht indem ich sie auffordere, ihren Glauben aufzugeben, sondern indem ich sie so sehr in den Strudel des Alltags verstricke, dass sie keine Zeit mehr für Glauben haben.

Ich würde ihre Tage mit einem endlosen Strom von Ablenkungen füllen: ständiger Lärm, unaufhörliches Scrollen durch soziale Medien, unermüdliche Unterhaltung und gedankenloser Konsum, bis die Stille unerträglich wird und die Möglichkeit zur Selbstreflexion verschwindet.

Ich würde sofortige Befriedigung zum ultimativen Ziel machen.

Ich würde Sünde wie Selbstdarstellung erscheinen lassen. Wie Freiheit. Wie etwas, worauf man stolz sein kann.

Ich würde Gehorsam gegenüber Gott als eine Form der Unterdrückung darstellen und Rebellion als den wahren Weg zur Freiheit.

Ich würde ihnen einreden, sie seien zu intelligent, um sich zu unterwerfen, zu modern, um göttlicher Führung zu folgen.

Ich würde ihnen den Gottesdienst als Bürde statt als Zuflucht verkaufen. Hingabe und Bibel würde ich als altmodisch darstellen.

Und vor allem würde ich sicherstellen, dass sie nie bemerken, was geschieht. Denn der größte Trick ist nicht, sie dazu zu bringen, Gott abzulehnen, sondern ihn einfach aus ihrem Gedächtnis zu löschen.

 

Diese eindringliche Antwort der KI unterstreicht eindrucksvoll, warum wir immer wieder vor den subtilen Gefahren der Verführung gewarnt werden: „Habt acht, dass euch niemand verführt!“ (Matt. 24,4).

 

Inmitten einer Welt voller Ablenkungen und trügerischer Versprechen ist es entscheidend, wachsam zu bleiben und die Herzen für die Wahrheit zu öffnen. Eine innige Beziehung zu Jesus zu pflegen, ist der Schlüssel. Lasse uns gemeinsam die Stärke der Achtsamkeit und des Glaubens entfesseln, um den Versuchungen zu widerstehen, die uns von unserem wahren Pfad abbringen wollen. Bleibe informiert, bleibe stark, und lasse dich nicht täuschen!

Israelische Flagge
Die apokalyptischen Reiter bereits in unserer Mitte – Teil 1

Die apokalyptischen Reiter bereits in unserer Mitte – Teil 1

Woher die Boten des nahenden Weltuntergangs kommen, wer sind sie und wofür sie stehen?
Was ist ihre Verbindung zum Islam?
Die apokalyptischen Reiter

Die apokalyptischen Reiter werden in der Johannesoffenbarung 6,1–8 beschrieben. Darin berichtet der Seher Johannes von einer ausgedehnten Vision, die er vom Herrn empfangen hat.

In seiner Vision wird Johannes in den Himmel hineinversetzt und kann dort Gott auf seinem Thron sitzen sehen. Sieben Siegel einer Buchrolle werden geöffnet. Das Öffnen der ersten vier Siegel wird dadurch begleitet, dass ein himmlisches Wesen „Komm!“ spricht, wodurch jedes Mal ein apokalyptischer Reiter herbeigerufen wird. Das Öffnen der letzten drei Siegel löst verschiedene Naturkatastrophen aus – die Erde bebt, der Mond färbt sich blutrot, Sterne fallen vom Himmel –, die schließlich im Jüngsten Gericht gipfeln. Am Ende der Vision richtet Gott seine endgültige Herrschaft auf, die Trennung zwischen Himmel und Erde wird aufgehoben und alles Böse und alles Leid vernichtet.

 

Wer sind die Reiter und woher kommen sie?

Die Reiter der Apokalypse sind nicht mit Gott identisch, doch sie können nur deswegen auf der Erde wirken, weil Gott es ihnen erlaubt und ihre Ankunft initiiert hat. Sie haben ihren Ursprung weder im Himmel noch in der Hölle, sondern sind Personifikationen irdischer Mächte, die das Leben der Menschen bedrohen.

Es handelt sich bei den vier Reitern um kosmische Mächte als konkrete politische Akteure.

Welche Bedrohung jeder Reiter symbolisiert, wird durch die Farbe seines Pferdes und einen Gegenstand verdeutlicht, den er bei sich trägt:

 

Der erste Reiter sitzt auf einem weißen Pferd kommt mit einem (Pride-) Bogen und es wurde ihm eine Krone gegeben, als wäre er der Sieger.

 

Das Pferd des zweiten Reiters ist feuerrot, ihm wurde ein Schwert gegeben und er kommt um den Frieden auf Erden zu nehmen und „ein Volk wird gegen das andere kämpfen und ein Königreich das andere angreifen.“ (Matt. 24,7)

 

Der dritte Reiter symbolisiert Lebensmittelknappheit und die damit verbundene Verteuerung von Waren – zu erkennen an der schwarzen Farbe des Pferds und die Waage in seiner Hand steht für Ungerechtigkeiten im Rechtssystem und Gesetzlosigkeit.

 

Der Name des vierten Reiter, der auf einem fahlen (grünem) Pferd kommt ist „Tod“ und die Hölle zieht mit ihm einher. Er hat Vollmacht über ein Viertel der Erde und kommt, um mit dem Schwert zu töten.

 

Die Reiter der Apokalypse sind schon hier

Die Reiter der Apokalypse sind die Verkörperung von vier teuflische Taktiken, die darauf abzielen, die Menschheit zu vernichten und von Gott abzuwenden. Doch während viele Christen noch den Himmel absuchen, um die Ankunft der Reiter auf ihren weißen, roten, schwarzen und grünen Pferden zu erblicken, durchstreifen sie bereits die Welt.

Weißer Reiter bei den Olympischen Spielen
Reiter auf dem weißen Pferd bei der Paris 2024 Olympiade, welcher ein Symbol für Friede und Solidarität darstellen soll.
Weißer Reiter bei den Olympischen Spielen
Bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele 2024 in Paris folgen alle Nationen im majestätischen Gefolge dem Reiter auf dem weißen Pferd.

Ein flüchtiger Blick auf die aktuellen globalen Entwicklungen – von der Genderdebatte über die Wellen des Humanismus, Woke und Progressivismus bis hin zu Kriegen, Inflation, Gesetzlosigkeit und den zunehmend bedrohlichen Herausforderungen des Islams – deutet darauf hin, dass die vier apokalyptischen Reiter bereits ihre zerstörerische Reise auf Erden angetreten haben.

 

Der Reiter auf dem weißen Pferd – Siegen

In Offenbarung 6,2 beschreibt es der Apostel Johannes folgendermaßen: „Ich sah, und siehe, ein weißes Pferd. Der darauf saß, hatte einen (Pride-) Bogen, und ihm wurde eine Krone gegeben, und er zog aus siegend und um zu siegen.“

In den Bibelübersetzungen wird der Begriff „Bogen“ jeweils als die Waffe ‚Pfeil und Bogen‘ verstanden, obwohl er gar keine Pfeile trägt. Diese Deutung ist irreführend und verfehlt den wahren Kern der Botschaft. Denn der biblische Begriff für die Waffe ‚Pfeil und Bogen‘ besteht wie im deutschen, aus zwei Wörter „Chetz VaKeschet“ (חץ וקשת).

In der hebräischen Bibel steht für das Wort „Bogen“ Keschet = קשת und damit ist immer nur ein Regenbogen, welcher nach der Sinflut erschien, gemeint.

Auch in der Septuaginta (1. Mose 9,13) steht für Regenbogen dasselbe griechische Wort τόξον, wie beim Regenbogen des Reiters auf dem weißen Pferd in der Offenbarung.

In der Ära des Neuen Testaments, als LGBT- und Pride-Bewegungen noch unbekannt waren, erkannte Johannes im bunten Bogen die Farbenpracht eines Regenbogens.

 

Vorbote des Antichristen

Dieser Reiter auf dem weißen Pferd ist ein Vorbote des Antichristen, der den Weg für ihn ebnet. Er verspottet die von Gott festgelegten biblischen Identitäten und verführt uns zu der Überzeugung, dass Frieden auf Erden nur dann möglich ist, wenn wir unsere göttlichen Identitäten aufgeben und dem Pluralismus Vorrang geben.

Er hat den biblischen Regenbogen, einst ein Symbol für Gottes ewigen Bund und Versprechen an Noah, die Menschheit und alle Lebewesen nie wieder durch eine Flut vernichten zu lassen, dreist umgedeutet und für seine eigenen antichristlichen Ziele manipuliert. Bei der Arche Noah legte Gott eine klare männliche und weibliche Identität fest, indem jeweils ein Paar aller Tiersorten und Menschen in sie eintrat.

Papst mit Regenbogenflagge
Papst Franziskus bei einem Treffen von Volksbewegungen und kirchlichen Gruppen, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen – 2024

Der Reiter auf dem weißen Pferd erscheint mit einem bunten Bogen und nicht mit einer Waffe, weil er unter dem Banner eines künstlichen Friedens reitet. Er ringt und siegt durch wohlklingende Versprechungen. Seine Beredsamkeit fesselt die Massen und vereint die Nationen mit eleganten Waffen, die nur nach Gleichheit und Gerechtigkeit rufen, welche die traditionellen Zerstörungswerkzeuge abgelöst haben. Sie verstecken sich hinter Mitgefühle für Tiere, Schutz für Rechte der Frauen und Umweltfreundlichkeit und nennen es Progressivismus. Wie die Tentakel einer Krake haben sie sich mit schön klingend und scheinbar wohlwollend unbemerkt in das Gewebe unseres Alltags eingeschlichen, seine Tentakel sanft ausgebreitet und unmerklich alle Facetten unserer Identität umschlungen.

Doch dieser weltliche Progressivismus, der sich wie eine Krake ausbreitet ist verheerend und stellt in Wirklichkeit eine Herausforderung für alle göttlichen und biblischen Werte und Identitäten dar. Davor warnte uns Jesus, als seine Jünger ihn fragten, was das Zeichen für sein Kommen und für das Ende der Welt sein wird: „Seht zu, dass euch nicht jemand verführe!“ (Matt. 24,4)

 

Dieser verführerisch klingende weltliche Fortschritt (Progressivismus) ist in Wirklichkeit…

 

… nicht für Tierrechte – sondern gegen die menschliche Identität;

 

… nicht für LGBT-Rechte – sondern gegen sexuelle Identität;

 

… nicht für Frauenrechte – sondern gegen Familienidentität;

 

… nicht für Klima, Gesundheit und Globalismus – sondern gegen die nationale Identität.

 

Die verdrehte Identität des weißen Reiters

Gott hat die Identität von Mann und Frau mit einem Regenbogen als ewiges Symbol besiegelt. Doch der Reiter auf dem weißen Pferd, mit einem nachgeahmten Regenbogen in Pride-Farben, hat die Menschheit verführt und ihre von Gott festgelegten sexuellen, familiären und nationalen Identitäten untergraben.

 

Worauf soll die Identität eines Menschen jetzt noch basieren, wenn ihm alle alten Identitätsrahmen genommen wurden? Wohin gehört der Mensch? Was macht ihn zu jemand Besonderem?

Die Antwort, die wir uns gaben, ist, dass der neue progressive Mensch ein Weltbürger ist. Alles andere ist auf einmal „zu klein für ihn“ geworden. Der Bezugspunkt für den progressiven Menschen ist der große Globus. Die Technologie macht es uns sehr leicht, uns eine solche Realität vorzustellen.

 

Freiheit für ein Linsengericht abgegeben

Wir haben uns vom primitiven Nationalismus befreit und sind jetzt Bürger einer größeren Welt. Auch unser Patriotismus hat einen Wandel durchgemacht und von nun an gilt unsere Sorge eher unserem blauen Planeten als unserem kleinen, langweiligen und unnötigen nationalen Hinterhof. Wir haben vergessen, dass der Mensch seine Freiheit durch seine nationale Identität erlangt. Wir haben vergessen, wie viel die Gründerväter freier Nationen ihr Leben gaben, um diese nationale Freiheit zu erlangen. Für ein Linsengericht haben wir die Souveränität, nach der sich so viele Generationen gesehnt haben und für die so viel Blut vergossen wurde, an internationale Gremien wie den Internationalen Gerichtshof in Den Haag, die Weltgesundheitsorganisation und das Europäische Parlament übergeben – Organisationen, die niemand gewählt hat.

 

Die großen Medienkonzerne haben eine unvorstellbare Macht und absolute Kontrolle über die Weltbevölkerung konzentriert. Der Mensch, der von seinen nationalen Wurzeln abgeschnitten wurde, fand sich abgeschnitten von dem Raum, der ihm seine Freiheit, seine Sprache und seine Kultur gab, den Raum in dem nur der Mensch die Möglichkeit hatte, sein Leben und sein Schicksal zu wählen und zu beeinflussen.

Der globale Mensch ist mehr denn je der zentralen globalen Kontrolle durch verschiedene internationalen Gremien ausgesetzt. Der globale Mensch, der die ganze Welt in seiner Hand zu haben schien und nicht länger durch die Fesseln des Nationalismus eingeschränkt war, sah sich von dem Raum abgeschnitten, der ihm seine Freiheit gewährte.

 

Ohne Identität gibt es keine Freiheit

Das globale Bewusstsein, das auf seinen Flügeln eine falsche Botschaft der Freiheit von der nationalen Identität (und von jeder anderen Identität) trug, musste letztlich die schwerste Versklavung einläuten, die die Menschheit je erlebt hat. Denn ohne Identität gibt es keine Freiheit.

Es ist die Konstruktion der Identitäten des Menschen – von der Menschlichkeit bis zum Nationalismus – durch die er seine Freiheit erlangt. Nicht umsonst wurde unseren jüdischen Eltern Nummern auf die Arme tätowiert, als sie die Tore der Vernichtungslager betraten. Denn eine Person ohne Identität kann leicht versklavt werden. Er ist nur noch eine Nummer, hat keinen Namen mehr, der ihn identifiziert.

 

Was also brachte die Menschheit dazu, ihre Freiheit so leicht aufzugeben?

 

Was verursachte diese seltsame Hypnose, in der die Fakten nichts mehr ändern?

 

Was hat um uns herum jenen Panzer gebaut, der einen realitätsnahen Diskurs ermöglicht?

 

Was hat den kritischen wissenschaftlichen Diskurs aus unserem Leben verschwinden lassen?

 

Was hat die Zweitmeinung mit Füßen getreten und begraben, sodass sie vollständig aus den Mainstream-Kanälen verschwand?

 

Die Antwort auf all diese Fragen, der Schlüssel zu dieser vermeintlichen „Wohltat“, ist ein und derselbe: das progressive Bewusstsein, das der Reiter auf dem weißen Pferd mit dem LGBT-Bogen und dem Versprechen von Freiheit tief in unsere Seelen gepflanzt hat.

Wir haben die faktische Realität aufgegeben – schließlich liegt alles im Auge des Betrachters; wir haben unsere persönliche und nationale Identität aufgegeben – als wir Weltbürger wurden; wir haben unsere Freiheit aufgegeben und unser Schicksal in die Hände internationaler Organisationen und Unternehmen gelegt, welche absolute Kontrolle über unsere Seelen und Körper ausüben.
In einer progressiven Welt, einer modernen und ausgefeilten Fortsetzung der kommunistischen Ideologie, gibt es keinen Gott, keine Wahrheit, keine Gerechtigkeit und keine Moral mehr.

Ohne all diese göttlichen Werte und Identitäten wird es zum „Kinderspiel“ für den nächsten Reiter auf dem feuerroten Pferd seinen Krieg auf Erden zu bringen.

 

Vortsetzung in Teil 2

In Teil 2 werden die verheerenden Auswirkungen der drei verbleibenden Reiter auf ihren roten, schwarzen und grünen Pferden enthüllt.

Entdecke auch die spannende Verbindung zwischen den identischen Farben der vier apokalyptischen Reiter und der palästinensischen Flagge.

→ Teil 2 – Die apokalyptischen Reiter

Palästinensische Flagge
Weiß, rot schwarz und grün sin die Farben der vier apokalyptischen Reiter und auch der palästinensischen Flagge.
Israelische Flagge

Warum verzögert sich Israels totaler Sieg?

Warum verzögert sich Israels totaler Sieg?

Viele fragen sich, wie es einer Gruppe wilder Palästinenser gelang, eine der mächtigsten Armeen des Nahen Ostens so sehr herauszufordern?

Warum die Hamas nach 16 Monaten immer noch nicht besiegt ist?

Und wie kommt es, dass Israel 1,2 Milliarden Tonnen Lebensmittel nach Gaza liefert, während die israelischen Geiseln mit nur wenigen Reiskörnern pro Tag auskommen müssen?

Wie kann es sein, dass das extreme linke Lager in Israel ungeschoren bleibt, wenn es unseren Ministerpräsidenten in den sozialen Medien als „Mörder, Verräter und Hitler“ diffamiert und auf Protestbühnen zu seiner Ermordung aufruft, während eine 72-jährige Frau ins Gefängnis muss, nur weil sie ein Graffiti gegen die Präsidentin des Obersten Gerichts, Esther Chayut, mit der Aufschrift „Esther Chayut begräbt den Zionismus“ anbrachte?

Totaler Sieg oder totale Niederlage? Hassplakate gegen Netanyahu

Protestplakate gegen Netanjahu: „Verräter“, „Galgenseil“ und provokante Vergleiche mit Hitler.

Könnte es sein, dass die wahre Stärke Israels nicht nur in seiner militärischen Macht, sondern in der geistlichen Lage der Gesellschaft liegt, wie zu biblischen Zeiten?

Was einen Juden wirklich ausmacht, ist nicht seine Verbindung zum Land Israel, sondern der Bund mit seinem Gott im Himmel.

Als wir Juden das Land Israel betraten, waren wir bereits ein Volk. Es war bei der Übergabe der Thora und dem Bund, den der Allmächtige am Berg Sinai mit uns schloß, dass wir zu einem Volk wurden. Für uns Juden ist das Land Israel nicht nur ein geografischer Ort, sondern das Land unserer Bestimmung. Die Botschaft, die aus der Begegnung zwischen Mose und Gott auf dem Berg hervorging, ist unser Kompass zur Erfüllung unserer Bestimmung im Gelobten Land.

Doch die Pioniere des Zionismus und die Gründerväter Israels im Jahr 1948 wollten sich von diesem Bund trennen und kamen mit einer anderen Vision nach Israel. Sie blickten auf die 2.000 Jahre der Verfolgung in der Diaspora zurück und wollten nicht mehr als das „auserwählte Volk Gottes“ wahrgenommen werden, da sie darin die Ursache für ihre Verfolgungen sahen. Ihr Ziel war es, ein Volk zu sein, wie jedes andere auch – ein „normales“ Volk. So schufen sie eine nationale Wiedergeburt in Israel, die auf der Idee eines Volkes wie alle anderen basierte, mit einem Bund mit dem Land statt mit dem Himmel. Deshalb beginnt Israels Unabhängigkeitserklärung vom 14. Mai 1948 bewusst mit zwei markanten historischen „Unwahrheiten“ schon im ersten Satz: „Im Lande Israel entstand das jüdische Volk …“

Das entspricht nicht der Wahrheit, denn die wahre Geburtsstunde des jüdischen Volkes geschah nicht im Jahr 1948, sondern schon im 14. Jahrhundert v. Chr., als uns die Thora übergeben wurde. Auch der eigentliche Geburtsort war nicht das Land Israel, wie es in der Urkunde steht, sondern der Berg Sinai, wo wir die 10 Gebote empfangen haben.

Sieg: Die Ausrufung des Staates Israel im Jahr 1948

„Es ist das natürliche Recht des jüdischen Volkes, wie jedes andere Volk und jede andere Nation zu sein.“ Mit diesen Worten eröffnete David Ben-Gurion seine Rede bei der Staatsgründung Israels 1948.

In den frühen Jahren, als viele Juden aus Europa nach Israel kamen, geprägt von den traumatischen Erlebnissen des Holocaust, suchten sie nach einem Neuanfang in einem Land, das ihnen die Möglichkeit bot, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Ohne die Last ihrer biblischen Bestimmung strebten sie danach, ein „normales“ Volk zu werden. Aus diesem Streben heraus entstand die Mapai-Partei, die sich später zur Arbeiterpartei entwickelte und bis in die späten 70er Jahre die politische Landschaft Israels prägte.

 

Politischer Wendepunkt

Dann kamen die Wahlen von 1977, welche einen dramatischen Wendepunkt in der israelischen Politik markierten, der das bisherige Gleichgewicht völlig auf den Kopf stellte. Die Arbeiterpartei, die seit der Staatsgründung Israels 29 Jahre lang die politische Bühne dominierte, erlebte eine schockierende Niederlage. Diese Wahl veränderte das politische Spielfeld grundlegend von links nach rechts und führte zu einem erbitterten Identitätskampf mit der aufstrebenden Likudpartei. Seit diesem einschneidenden Wendepunkt hat die Arbeiterpartei kontinuierlich an Einfluss verloren, während die rechtsgerichtete Likudpartei an Stärke gewann.

Die Likud-Partei, einst unter der Führung von Menachem Begin und heute unter Benjamin Netanjahu, zieht viele orientalische Juden an, die in ihrer Rückkehr nach Zion die Verwirklichung prophetischer Verheißungen sehen. Im Gegensatz zu den ersten Rückkehrern aus Europa, die von den Schrecken des Holocausts vernarbt sind, tragen sie in sich eine unerschütterliche Hoffnung und eine tiefe geistliche Verbindung zu Gott, zum Judentum und der Bibel. Sie bevorzugen, „ein abgesondertes Volk unter den Nationen“ laut göttlicher Zusage (4.Mose 23,9) und nicht „wie jedes andere Volk und jede andere Nation“ zu sein, wie es bei der Staatsgründung von Ben-Gurion (Mapai Partei) ausgerufen wurde.

In einer Welt voller gegensätzlicher Visionen steht das ideologische und religiöse Konzept von Netanjahus Regierung, die aus einer Koalition von national-religiösen, gottesfürchtigen und landestreuen Parteien besteht, im starken Kontrast zu den Vorstellungen der ehemaligen Arbeiterpartei und der heutigen Linken.

Linke Demonstration gegen die Regierung Netanyahus
Demonstration gegen die Regierungspolitik bezüglich der Geiseln im Gazastreifen, Tel Aviv. Auf den Tafeln steht: „Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen.“ Und auf der rechten Tafel über den Fotos der Geiseln: „Du sollst nicht töten.“

Der Osloer Friedensprozess: Der Wegbereiter für den 7. Oktober

Die Linken sehen im Osloer Friedensprozess und der „Zweistaatenlösung“ den einzigen Weg zu dauerhaftem Frieden, während sie den Siedlungsbau in Judäa und Samaria als Hindernis betrachten. Im Gegensatz dazu betrachten die Rechten Judäa und Samaria als das von Gott zugesagte biblische Kernland, und die Stadt Jerusalem als die ewige Hauptstadt des jüdischen Volkes.

„Hebe doch deine Augen auf und schaue von dem Ort, wo du wohnst, nach Norden, Süden, Osten und Westen! Denn das ganze Land, das du siehst, will ich dir und deinem Samen geben auf ewig.“ (1.Mose 13,14-15)

Sie sehen den Osloer Friedensprozess zudem als Wegbereiter für das schreckliche Massaker des 7. Oktobers.

Diese tief verwurzelten Überzeugungen beider Lager, sowohl der Linken als auch der Rechten, über die gesellschaftliche Identität und den Weg zum Frieden, bilden den Kern der heutigen tiefen Spaltung innerhalb der israelischen Gesellschaft.

 

Paradigmenwechsel in der israelischen Gesellschaft

Vor dem Jom-Kippur-Krieg 1973 waren es die Kibbuzniks, das Herzstück des linken säkularen Lagers in Israel, die auf den Schlachtfeldern den Ton angaben und die heutige militärische und politische Elite formten. Doch die Zeiten haben sich dramatisch gewandelt. Die einst kommunistisch und gottlos inspirierten Kibbutzim sind inzwischen privatisiert und aufgelöst.

Heute sind es die national-religiösen Juden aus den Siedlungen in Judäa und Samaria, die die Frontlinien mit großem Abstand dominieren. Dies ist besonders deutlich durch die hohe Zahl der gefallenen Soldaten im aktuellen Gazakrieg zu sehen, die aus diesen Reihen stammen.

In der israelischen Gesellschaft hat sich ein bemerkenswerter Wandel vollzogen. Die orientalischen, national-religiösen und landestreuen Israelis haben nicht nur die Mehrheit in der Bevölkerung erlangt, sondern auch in der politischen Arena.

Beide Lager, sowohl die Linken als auch die Rechten, sind fest davon überzeugt, dass ihnen ihr Land entrissen wurde. Die Linken argumentieren, dass die rechte Mehrheit das politische System durch ihren demografischen Vorteil dominiert, während die Rechten behaupten, dass der linke Block die öffentliche Meinung kontrolliert und so seinen Machtstatus in den Machtzentren der Nation sichert, obwohl sie nicht vom Volk gewählt wurden und dennoch die nationale Agenda bestimmen. Im Zentrum dieser Machtstrukturen stehen vor allem der Oberste Gerichtshof und die militärische Führung, die weiterhin von der früheren linken Elite dominiert werden.

Dieser Hintergrund führte zu dem spannungsgeladenen Machtkampf über die Justizreform zwischen der Knesset, dem israelischen Parlament, und dem Obersten Gerichtshof. (Siehe dazu meinen Rundbrief Parlament vs. Gerichtshof politischer oder geistlicher Kampf?) Diese beispiellose Macht des Obersten Gerichtshofs dominiert heute die politische Bühne, indem er nahezu jedes von der Regierung verabschiedete Gesetz aufhebt und damit das Parlament in den Schatten stellt. Diese machtvollen linken Funktionäre, beeinflusst von dem weltlichen Progressivismus, fühlen sich bedroht und befürchten ihren Status zu verlieren. Diese engagierten Aktivisten sind die treibende Kraft hinter den agressiven und massiven Demonstrationen in Tel Aviv, die sich mit einer unerschütterlichen Obsession gegen die Regierung richten, doch jedesmal mit verschiedenen Vorwänden, wie „Rettet die Demokratie“ oder „Befreiung der Geiseln sofort“.

 

Wer finanziert die Regierungsgegner?

Zwischen 2017 und 2024 haben die Linken über 1.000 Petitionen beim Obersten Gerichtshof gegen die Regierung eingereicht, unterstützt durch eine beeindruckende finanzielle Hilfe aus dem Ausland, die über 150 Millionen Euro beträgt. Deutschland steht an der Spitze der Unterstützerliste mit einer beeindruckenden Summe von 30 Millionen Euro, gefolgt von der Europäischen Union mit 15 Millionen Euro und dem Vereinigten Königreich mit 11 Millionen Euro. Im Durchschnitt wurden monatlich zehn Petitionen gegen Israels Regierung eingereicht, die unter anderem unbeschränkte Unterstützung für Gaza fordern, die Überführung von Verletzten aus Gaza in israelische Krankenhäuser, sowie gleiche Verpflegung für Hamas-Terroristen in israelischen Gefängnissen wie für kriminelle jüdischen Häftlinge. Zudem gibt es behindernde Anordnungen an die IDF, in welchen Situationen israelische Soldaten nicht schießen dürfen.

Wie lässt sich die scheinbare Diskrepanz erklären, dass Deutschland einerseits als offizieller Unterstützer Israels auftritt, andererseits jedoch maßgeblich subversive Aktivitäten gegen den Staat Israel finanziert?

Der Anfang des Endkampfes

Der entscheidende Endkampf zwischen den liberalen Progressiven und den Verfechtern moralisch-biblischer Werte hat begonnen. Dieser ideologische Kampf, der während Donald Trumps Wahlkampf in den USA deutlich sichtbar wurde, tobt ebenso intensiv in Europa, wie auch in der israelischen Gesellschaft. Die liberalen Progressiven sind in einem solchen Eifer entbrannt, dass sie bereit sind, alles zu riskieren, um ihre Ideologie und Machtposition durchzusetzen.

 

Das Dilemma bei Salomos Urteil

Stelle dir das Dilemma von Salomos Urteil (1.Könige 3) vor: Zwei Mütter, ein Kind, und die Frage, wer die wahre Mutter ist. In der politischen Landschaft Israels spiegelt sich dieses Drama wider.

Die Linken, mit ihren Massenprotesten, Wehrdienstverweigerungen, Medien und weltweiten Kampagnen gegen die Regierung, scheinen die Oberhand zu haben, als hielten sie die heilige Kanone in der Hand. Doch die national-religiöse Gemeinschaft und Verfechter der moralisch-biblischen Werte sollte nie vergessen, dass am Ende die wahre Mutter triumphiert hat. Es mag ein schmerzhafter und langwieriger Weg sein, aber die Wahrheit setzt sich am Ende durch. Die pensionierten linken IDF-Funktionäre, der Oberste Gerichtshof und voreingenommene Medien spüren bereits, wie ihnen die Kontrolle langsam entgleitet, denn sie sind nicht die wahren Hüter. Die wahre Mutter, die jüdische Mehrheit, die ihre biblische Identität bewahren will, wird letztlich siegen, weil Gott sein Volk nach Israel zurückführt, un es zu erlösen und ein Licht für die Nationen zu sein.

Wie ich in meinen Rundbriefen und auf meinen Vorträgen oft erwähne, erleben wir im Volk Israel, trotz Krieg und Spaltung, eine bemerkenswerte geistliche Rückkehr zum Glauben an Gott, die das Herz und die Seele unserer Nation erfasst. Die Synagogen füllen sich wieder mit Leben und Gemeinschaft und über 80% unserer Soldaten beten bevor sie in den Krieg ziehen. Auf den belebten Straßen und sonnigen Stränden von Tel Aviv entstehen Gebetsstände, die als Leuchttürme der Hoffnung und des Glaubens dienen. Diese Bewegung ist mehr als nur ein Trend; sie ist ein tiefgreifender Wandel, ein Wachwechsel, der das israelische Volk mit der biblischen Vision und der Führung des Staates Israel in Einklang bringt.

Es ist unübersehbar, dass diese gegenwärtige Rückkehr nach Zion die Erfüllung der Prophezeiungen der Bibel ist. Hier in Israel geschieht ein großes und erstaunliches biblisches Ereignis. Die Ewigkeit des Volkes Israel, seine Rückkehr in das Land und seine Wiederherstellung geschehen genau gemäß den Prophezeiungen, trotz allen Herausforderungen. Auch wenn es dem linken Block gelungen ist, eine düstere Atmosphäre und eine erhebliche Spaltung der israelischen Gesellschaft zu schaffen, werden sich Gottes Verheißungen genauestens und zur bestimmten Zeit erfüllen.

Obwohl Israels Unabhängigkeitserklärung mit einigen Unstimmigkeiten über die Entstehung des jüdischen Volkes beginnt, schließt sie mit inspirierenden Worten voller Hoffnung:

„Mit Zuversicht auf den Fels Israels setzen wir unsere Namen zum Zeugnis unter diese Erklärung.“

Laut den Rabbinern und der Bibel ist der Begriff „Fels Israels“ der Name Gottes im Zeitalter der Erlösung. Der jüdische Staat wurde als lebendiges Zeugnis für den Gott Israels, den „Fels Israels“, ins Leben gerufen, und der Moment rückt näher, an dem die gesamte Welt diese Wahrheit erkennen wird.

 

„Der Gott Israels hat geredet, zu mir hat der Fels Israels gesprochen: Ein gerechter Herrscher über die Menschen, ein Herrscher in der Furcht Gottes, der ist wie das Licht am Morgen, wenn die Sonne aufgeht, ein Morgen ohne Wolken, wenn durch ihren Glanz das junge Grün nach dem Regen aus der Erde sprosst.“ (2. Samuel 23,3-4)

Der Abschluss der israelischen Unabhängigkeitsurkunde mit der Erwähnung "Fels Israels"

Der Abschlusssatz auf Israels Unabhängigkeitsurkunde mit der Erwähnung
„Fels Israels“ (צור ישראל).

Israelische Flagge
Wie können wir schlafen, wenn unsere Betten in Flammen stehen?

Wie können wir schlafen, wenn unsere Betten in Flammen stehen?

Was die Medien euch nicht erzählen

Während die Medien ihren Fokus auf die Schrecken des Krieges und vor allem auf die palästinensischen Opfer richten, bleiben die wahren Opfer des 7. Oktobers und die Schicksale der Tausenden israelischen Soldaten, die im Krieg ihr Leben ließen oder mit posttraumatischen Belastungsstörungen und lähmender Angst zurückkehrten, oft im Verborgenen. Unsere Betten stehen in Flammen.

An den Fronten überschlagen sich die Ereignisse, sodass kaum Raum bleibt, um das alltägliche Leben in Israel während der Kriegstage zu beleuchten. Die Sorgen und Ängste der vielen Frauen und Mütter, deren Ehemänner und Kinder monatelang in lebensgefährlichen Einsätzen sind, ohne ein Lebenszeichen von ihnen zu erhalten, bleiben im Dunkeln.

Symbolbild: Unsere Betten stehen in Flammen

Stell dir vor, du startest in einen neuen Tag, doch bevor die Sonne aufgeht, stehen wir Frauen bereits vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Ob es darum geht, die Kinder zu versorgen oder die Rechnungen zu begleichen – viele von uns meistern all das allein, in einer Realität, die uns ohne Partner oft unmöglich erscheint.

 

Gerade als du voller Energie und Tatendrang in den neuen Tag starten möchtest, schweifen deine Gedanken zu deinen Kindern, die sich auf den Weg zur Schule machen. Die Sorge um ihre Sicherheit ist allgegenwärtig. Selbst wenn du es schaffst, deine Ängste zu beruhigen und auf Gott zu vertrauen, tauchen neue Herausforderungen auf: Die intensiven politischen Proteste und die endlosen Verkehrsstaus, die seit Kriegsbeginn zugenommen haben, belasten zusätzlich. Es geht längst nicht mehr nur um die Bedrohung durch Konflikte; jetzt musst du dich auch darauf einstellen, stundenlang im Stau zu stehen, weil viele glauben, dass das Blockieren der Straßen bei den Protesten ein Ventil für ihre Ängste sei – als ob dies dazu beitragen würde, die Entführten Israelis in Gaza zu befreien.

 

Heulende Sirenen

Gestern stellte sich mir eine unerwartete Herausforderung: Ein plötzlicher Krampf im Nacken, der kaum zu ertragen war. Nach einem anstrengenden Tag voller Meetings beschloss ich, früh ins Bett zu gehen, in der Hoffnung, mich schnell zu erholen und für den nächsten arbeitsreichen Tag bereit zu sein. Während mein elektrisches Shiatsu-Gerät sanft meine Muskeln in einen Zustand der Entspannung versetzte, glitt ich langsam in den Schlaf. Doch plötzlich durchbrach das durchdringende Heulen einer Sirene die nächtliche Stille und ließ mein Herz in wilder Panik rasen.

 

Trotz der durchdringenden Schmerzen sprang ich mit der Geschwindigkeit eines Blitzes aus dem Bett und stürmte in den Sicherheitsraum, der in jeder israelischen Wohnung ein Muss ist. Dort saßen wir, auf einem kleinen Stuhl, hielten den Atem an und warteten auf das donnernde Echo der Rakete. In diesem Moment begann aus meiner Playlist das ikonische Achtziger-Jahre-Lied „How do we sleep when our beds are burning?“ („Wie können wir schlafen, wenn unsere Betten brennen?“) von Midnight Oil zu spielen – ein Soundtrack, der die Dramatik des Augenblicks perfekt einfing.

Dies ist nur ein flüchtiger Einblick in die Realität des täglichen Lebens in Israel. Lass mich dich auf eine Reise durch den Alltag einer israelisch-jüdischen Familie mitnehmen – auch wenn einige behaupten, dass es so etwas wie eine „typische“ Familie hier gar nicht gibt.

Unsere Betten stehen in Flammen: Das Schicksal von Frauen in Israel
Mutter schützt ihre Kinder vor Raketen

Ich versuche, dir ein Bild zu vermitteln, wie das tagtägliche Leben heutzutage seit dem 7. Oktober aussieht ohne klagend zu erscheinen. Trotz der Herausforderungen an unseren Grenzen ist es entscheidend, dass wir unser Leben fortsetzen, indem wir beispielsweise Restaurants und Cafés besuchen. Denn wenn wir auch das aufgeben, gefährden wir nicht nur unsere Lebensfreude und die Stabilität unserer Wirtschaft, sondern lassen unsere Feinde triumphieren. Unsere Widerstandsfähigkeit, nach dem Schutz Gottes, ist unser wertvollstes Gut.

 

Das Familienessen

Einer der zauberhaftesten Augenblicke des Tages ist für mich das Abendessen. Es ist der Moment, an dem der Tag seinen feierlichen Abschluss findet und die Familie sich um den Tisch versammelt, um bei einem mit Liebe zubereiteten Mahl die Geschichten des Tages auszutauschen und wertvolle gemeinsame Zeit zu erleben. Oft gleicht das Abendessen einem spannenden Abenteuer, voller Vorfreude auf ein perfekt zubereitetes Gericht. Doch manchmal, kaum dass ich mit dem Kochen beginne, ertönt die Sirene und wir müssen eilig in den Schutzraum flüchten. Wenn der Alarm endet und wir den Sicherheitsraum verlassen dürfen, ist das Essen oft schon kalt oder verbrannt. Trotzdem empfinde ich eine tiefe Dankbarkeit und fühle mich gesegnet, diese kostbaren Momente mit meinem Mann und meiner Familie teilen zu können. Denn viele in Israel mussten ihre Wohnungen aufgrund des Raketenbeschusses aus dem Norden verlassen, ganz zu schweigen von den Geiseln, die immer noch in Gaza festgehalten werden.

 

Jeder ist ein Soldat

Wenn man darüber nachdenkt, steckt in jedem Israeli ein Soldat, egal ob Student, Arbeiter, Lehrer, Mutter, Arzt, Mechaniker oder Anwalt – wir alle haben in der israelischen Armee gedient oder dienen immer noch.

Frau mit Kinderwagen und Maschinengewehr - Normale Alltagsszene in Tel Aviv

Normale Alltagsszene in Tel Aviv

Stelle dir vor, du schlenderst an einem sonnigen Wochenende durch die Straßen und siehst junge Frauen, die ihre Gewehre mit der gleichen Selbstverständlichkeit tragen wie ihre Handtaschen. Oder auch am Strand von Tel Aviv sind 19-jährige Mädchen im Badeanzug mit einem Maschinengewehr zu einem vertrauten Anblick geworden, der nur hier in Israel zu finden ist. Für Touristen mag dies faszinierend wirken, doch es ist nicht das Bild, das wir uns wünschen. Unser Ziel ist es, in einem Land zu leben, in dem Freiheit und Sicherheit selbstverständlich sind.

 

Das kleine Mädchen, das Nein zu Schokolade sagte …

Eines sonnigen Nachmittags, während ich in meiner Nachbarschaft Besorgungen machte, begegnete ich einem bezaubernden dreijährigen Mädchen, das mit seiner Mutter an der Kasse stand. Die Mutter wollte ihr ein Überraschungsei schenken, als Belohnung dafür, dass sie „heute so ein braves Mädchen“ gewesen war. Doch das kleine Mädchen lehnte höflich ab: „Nein danke, Mama. Ich möchte das Überraschungsei nicht.“ Verwundert fragte die Mutter: „Warum nicht?“ Die Antwort des Mädchens war erschütternd: „Weil ich Angst habe, dass es kaputtgeht, wenn wir plötzlich fliehen und uns verstecken müssen.“
Diese Worte trafen mich tief ins Herz und ließen mich fragen: Warum müssen unsere Kinder so früh mit solchen Ängsten konfrontiert werden? Wie kann das zur Normalität werden?

 

Eine romantische Nacht

Häufig finde ich mich mit meinem Ehemann Doron auf unserem Balkon wieder, wo wir die Magie eines romantischen Abends genießen, während die atemberaubende Skyline von Tel Aviv vor uns erstrahlt. Plötzlich erhellte ein geheimnisvolles Licht den Himmel, und für einen Moment glaubten wir, dass ein wunderschöner Stern unsere romantische Stimmung perfekt ergänzt. Doch dann bemerkten wir, dass sich das Licht bewegte, und die Realität uns mit einmal einholte: Es könnte eine Drohne sein, abgeschossen von einem unserer zahlreichen Feinde. Die Magie des Augenblicks verflog, und wir suchen Schutz im sicheren Raum.

Raketen aus Gaza über Tel Aviv

Raketen aus Gaza über Tel Aviv

Stell dir vor, du bist auf dem Weg zur Arbeit, lässt deine Kinder an der Schule aussteigen und plötzlich ertönt eine Sirene. Die Sorge um ihre Sicherheit lastet schwer auf deinen Schultern. Haben sie es rechtzeitig in den Schutzraum geschafft? Sind sie in Sicherheit? Kannst du dir vorstellen, deine geliebten Kinder unter solchen Umständen zur Schule zu schicken? Oder sie in diesen Tagen alleine auf den Weihnachtsmarkt zu lassen? Jede Minute, in der deine Familie nicht bei dir ist, zerrt an deinen Nerven.

 

Der Wunsch nach Normalität

Das Streben nach einem Gefühl von „Normalität“ scheint fast unerreichbar. Jeden Morgen, wenn wir aufstehen und uns den Herausforderungen des Alltags stellen, begleitet uns eine unsichtbare Wolke aus Sorge und Wachsamkeit. Selbst bei so alltäglichen Aufgaben wie dem Lebensmitteleinkauf oder dem Weg zur Arbeit fühlen wir uns oft von einer unsichtbaren Hand der Unsicherheit und Komplexität geleitet.

 

Stell dir vor, du startest deinen Tag mit der quälenden Frage, ob dein Outfit den Herausforderungen des Alltags gewachsen ist. Du überlegst fünfmal, ob du dich heute mit einem Rock und High Heels schick machen kannst, oder ob du angesichts eines möglichen Raketenalarms doch lieber auf die bequemen Turnschuhe setzt. Diese Entscheidungen, die einst Freude bereiteten, sind nun von Sicherheitsbedenken überschattet. Kannst du dir vorstellen, dass dies deine tägliche Realität ist?

 

Stell dir vor, du bist auf dem Weg zur Arbeit, lässt deine Kinder an der Schule aussteigen und plötzlich ertönt eine Sirene. Die Sorge um ihre Sicherheit lastet schwer auf deinen Schultern. Haben sie es rechtzeitig in den Schutzraum geschafft? Sind sie in Sicherheit? Kannst du dir vorstellen, deine geliebten Kinder unter solchen Umständen zur Schule zu schicken? Oder sie in diesen Tagen alleine auf den Weihnachtsmarkt zu lassen? Jede Minute, in der deine Familie nicht bei dir ist, zerrt an deinen Nerven.

Raketenalarm in der Schule - Schulkinder nehmen Deckung vor Raketen
Raketenalarm in der Schule – Schulkinder nehmen Deckung vor Raketen
Ich schätze, das ist unsere Version von „normal“. So werden wir als Juden und Israelis geboren. Ich bete und hoffe, dass dies nicht auch für Sie in Europa zur Gewohnheit wird. Seit der Gründung des Staates hat Israel unermüdlich um sein Überleben gekämpft. Wir wachsen in einer Welt auf, in der wir stets wachsam sein müssen, da Israel sich ständig im „Notfallmodus“ befindet – und das hat jetzt eine neue Dimension erreicht. Gefahren lauern überall, und man weiß nie, wann oder ob sie zuschlagen. In diesen unsicheren Zeiten finden wir Trost darin, göttlichen Schutz für uns und unsere Lieben zu suchen.

 

Zum Glück kennen wir Gottes Versprechen, Israel zu retten. Deshalb können wir auf ihn vertrauen und müssen uns nicht von Angst und Schrecken überwältigen lassen. Gut, dass wir, wie die Bibel uns beschreibt, „halsstarrige Menschen“ sind, nicht wahr?!

Israelische Flagge

Das Abkommen, das den 7. Oktober ermöglichte

Das Abkommen, das den 7. Oktober ermöglichte

Der „Mini-Holocaust“ der am 7. Oktober stattfand, schockierte das israelische Volk und die ganze Welt. Wie ist es möglich, dass der souveräne, wohlhabende, moderne und selbstbewusste Staat Israel auf so brutale und grausame Weise von einer Gruppe Wilder angegriffen wurde, deren militärische Fähigkeiten nicht einmal annähernd an die der israelischen Streitkräfte heranreichen? Welcher Prozess hat den Staat Israel so lange unter Drogen gesetzt, bis es schien, als würde er seinen Hals für die Schlachtung entblößen?

Bevor wir die Frage klären, wer uns angegriffen hat oder welches Abkommen eine Rolle spielt, ist es entscheidend, dass wir verstehen, was uns angegriffen hat, um eine Wiederholung dieses Schreckens in der Zukunft zu verhindern.

Palästinensische Terroristen fahren am 7. Oktober 2023 mit der Leiche von Shani Louk in den Gazastreifen.
Palästinensische Terroristen fahren am 7. Oktober 2023 mit der Leiche von Shani Louk in den Gazastreifen.

Die unmittelbare Ursache der Katastrophe und die Antwort auf die Frage, wer Israel angegriffen hat, lässt sich leicht erklären: Es waren Wilde, die die Siedlungen rund um Gaza überfielen und jeden, der ihnen in die Quere kam, ermordeten, vergewaltigten, misshandelten, niederbrannten, plünderten und entführten.

 

Ohne dem Osloer Abkommen 1993 hätten sie ihren Plan jedoch nicht umsetzen können. Denn bis zur Umsetzung dieser Abkommen kontrollierte die israelische Armee alle Gebiete des Gazastreifens und eine Terrororganisation dieses Ausmaßes war dort nicht möglich.

 

Bis zu diesem Abkommen gab es in Gaza keine Raketen, keine Tunnel und keine riesigen Waffenlager. Israelis kauften auf den Märkten von Gaza ein, junge Israelis aus den umliegenden Siedlungen lernten in Khan Yunis Autofahren und Dutzende jüdische Gemeinden blühten in Sicherheit im Gazastreifen. In den 26 Jahren zwischen der Eroberung im Sechstagekrieg und der ersten Intifada sowie den Osloer Abkommen zahlten 67 Israelis den ultimativen Preis für Terroranschläge im Gazastreifen. Ein hoher Preis. Dieser Preis kommt jedoch nicht annähernd an die etwa 1.400 Juden heran, die am 7. Oktober im Gazastreifen etwa innerhalb 4 Stunden (!) mit ihrem Leben bezahlten. Es ist daher klar, dass der direkte, einfache und offensichtliche Grund für das Massaker am 7. Oktober die Osloer Abkommen sind, welche 1995 den Abzug der israelischen Streitkräfte aus Gaza und die Einladung der Terrororganisation PLO und ihrer bewaffneten Terroristen in die Stadt vorsahen. Und später, im Jahr 2005, der Abzugsplan aus Gaza, der alle jüdischen Siedlungen im Gazastreifen zerstörte und die restlichen israelischen Streitkräfte aus dem dem Gazastreifens abzogen. Ohne souveränen Boden unter den Füßen könnten sich die Terrororganisationen – die PLO und später die Hamas – nicht organisieren, bewaffnen und letztlich ihre Pläne ausführen.

Oslo-Abkommen: Rabin, Clinton und Arafat 1993
Das Oslo Abkommen – Der israelische Premierminister Yitzhak Rabin (links), der amerikanische Präsident Bill Clinton (Mitte) und der palästinensische politische Führer Yasser Arafat (rechts) im Weißen Haus – 1993

Die Antwort auf die Frage, wer uns angegriffen hat, ist also das islamisch-nazistische Gaza, das durch die Osloer Abkommen geschaffen wurde. Schließlich handelte es sich bei den Oslo-Abkommen, um ein extrem gefährliches Glücksspiel – ein Glücksspiel, das die israelische Gesellschaft auseinanderriss, ein Glücksspiel, dessen Folgen viele vorhersahen und vor dem viele warnten. Das Osloer Abkommen war der blinde Fleck der Politiker, die diesen Wahnsinn ermöglichten. Während Hamas der Hammerschlag war, der Israel traf, war Oslo der Hebel, der ihn in Bewegung hielt.

 

Zwei Identitätsgruppen

Daher geben sowohl die ideologischen Architekten des Oslo-Prozesses, der das Desaster herbeigeführt hat, als auch seine politischen Umsetzer zu, dass das Oslo-Abkommen der Auslöser des internen Identitätskonflikts waren, der die israelische Gesellschaft seitdem begleitet. Somit ist die Antwort auf die Frage „Was uns angegriffen hat?“ ist, der interne Identitätskrieg in der israelischen Gesellschaft, zwischen dem Bewusstsein der einen Gruppe Juden, die als „ein abgesondertes Volk von den restlichen Nationen“ leben will und der anderen Gruppe Israelis, die „ein Volk, wie alle restlichen Nationen“ sein möchte und der Versuch beider Gruppen, die Identität der einen auf die andere zu erzwingen.

Als Bileam von den Feinden Israels beauftragt wurde, die Israeliten zu verfluchen, verwandelte Gott diesen Fluch in einen Segen. Einer der Segnungen war, dass das Volk Israel „ein abgesondertes Volk, von den restlichen Nationen“ werden wird (4. Mose 23,9). Damit identifizieren sich die religiösen, bibeltreuen und gottesfürchtigen Juden in Israel. Das ist im gleichen Sinne zu verstehen, wie auch die Nachfolger Jesu dazu berufen sind, abgesondert von der Welt zu leben.

Im Gegensatz dazu gibt es eine andere Gruppe in der israelischen Gesellschaft, die ihre jüdische Identität lieber in den Hintergrund stellt und sich nach Gleichheit in der globalen Gemeinschaft sehnt. Die meisten unter ihnen haben den Glauben an Gott und seine biblischen Verheißungen für Israel hinter sich gelassen und orientieren sich an den Idealen des weltlichen Progressivismus.

 

Kampf zwischen Fortschritt und Identität

Im Herzen des biblischen Landes verläuft heute die entscheidende Grenze zwischen Barbarei und Zivilisation, zwischen dem weltlichen Zeitgeist des Fortschritts und der jüdischen Identität. Diese tiefgreifende Auseinandersetzung, die die israelische Gesellschaft im Angesicht des Zeitalters des Fortschritts und des islamischen Ansturms durchlebt, spiegelt verstärkt die Situation in Europa und dem Rest der Welt wider, geprägt von einem erstarkenden Islam und einem antichristlichen Geist mit seinen progressiven Vorschriften.

 

Warum identifizierte sich die Klimaaktivistin Greta Thunberg als Reaktion auf das Massaker vom 7. Oktober so schnell mit der Hamas?

 

Warum weigerten sich weltweit Frauenorganisationen, diese grausamen Vergewaltigungen zu verurteilen?

 

Warum unterstützen globale LGBT-Organisationen Gaza, obwohl ihnen dort jegliche Rechte verwehrt bleiben?

 

Warum verbünden sich im Westen völlige Gegensätze, der Islam und die Progressiven, gegen Israel?

 

Obwohl der Krieg in Israel gegen Hamas und alle iranischen islamischen Stellvertreter gerichtet ist, stellt der wahre Feind Israels der weltliche Progressivismus dar, der tief in der israelischen Gesellschaft verwurzelt ist.

 

Ein Krieg mit Waffen in seidenen Hüllen

Der Zweite Weltkrieg hinterließ die Menschheit in Furcht vor einem dritten, verheerenden Krieg, der die Zivilisation in Minuten auslöschen und die Menschheit um Jahrtausende zurückwerfen könnte. Doch während die Welt gebannt auf das nukleare Wettrüsten starrt, entfaltete sich leise eine neue Bedrohung: ein subtiler, progressiver Krieg, der nicht mit Gewalt, sondern mit sanfter Überzeugung die Grundpfeiler unserer Existenz – Identität und Freiheit – untergräbt.

Die Nautilus wird von einer Riesenkrake angegriffen
Illustration der Nautilus, die in Jules Vernes klassischem Roman „20.000 Meilen unter dem Meer“ von einer Riesenkrake angegriffen wird

Wie die Riesenkrake, die das U-Boot Nautilus gepackt hatte, halten die Tentakel des weltlichen Progressivismus alle Kennzeichen der menschlichen Identität fest. Diese Krake hat kein zentrales Hauptquartier. Es gibt keine Panzer, keine Maschinengewehre, und es besteht keinerlei Notwendigkeit für solche Mittel.

Elegante Waffen haben die traditionellen Zerstörungswerkzeuge abgelöst, Waffen, die in seidene Hüllen gehüllt sind und lediglich nach Gleichheit und Gerechtigkeit rufen.

Dieses Monster, die Krake hat einen Tentakel, der Mitgefühl für Tiere empfindet, einen Tentakel, der die Rechte der Frauen schützt, einen, der die Rechte von LGBT schützt, einen, der die Erde schützt und ein weiteren, der die Menschheit vor dem Virus retten wird, der gekommen ist, um sie zu vernichten.

 

Die schön klingende und scheinbar wohlwollende Krake hat sich unbemerkt in das Gewebe unseres Alltags eingeschlichen, seine Arme sanft ausgebreitet und unmerklich alle Facetten unserer Identität umschlungen.

Noch bevor der Mensch die Tragweite des Geschehens begriff, wurde er unwiderstehlich hineingezogen und gefesselt. Ein unsichtbares Maul öffnete sich und verschlang die letzten Reste seiner Identität und Freiheit, als wären sie nie gewesen.

Denn diese Krake ist … :

… nicht für Tierrechte – sondern gegen die menschliche Identität.

… nicht für LGBT-Rechte – sondern gegen die sexuelle Identität.

… nicht für Frauenrechte – sondern gegen die Familienidentität.

… nicht für Klima, Gesundheit und Globalismus – sondern gegen die nationale Identität.

 

Diese Illusion hat die fundamentalen Säulen unserer Zivilisation erschüttert und die Welt in eine beispiellose Kapitulation gezwungen.

Mit fassungslosem Erstaunen sehen wir, wie sich die Kräfte des Progressivismus und des Islam zu einer Allianz zusammenschließen, um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen: die Vernichtung Israels. Diese ungleiche Verbindung, ähnlich wie Eisen und Ton in Nebukadnezzars Traum von den Weltreichen in Daniel 2, wird letztlich von einem Stein zermalmt werden. Doch zu „jener Zeit wird der Gott des Himmels ein Reich errichten, das in Ewigkeit nicht untergeht; dieses Reich wird er keinem anderen Volk überlassen. Es wird alle jene Reiche zermalmen und endgültig vernichten; es selbst aber wird in alle Ewigkeit bestehen.“ (Daniel 2,44)

Das Volk Israel legte den Grundstein für die Zivilisation der Freiheit, die nun von den Kräften des Islam und des sogenannten Fortschritts (Progressivismus) bedroht wird. Das auserwählte Volk Israel, dessen bloße Existenz die Existenz Gottes und die von ihm festgelegten Identitäten bezeugt, ist das Volk, das die Zehn Gebote in die Welt brachte und aus dem der Retter der Menschheit hervorging, wiederkommen und dort sein Reich aufbauen wird.

Israelische Flagge
2024 ╴Ein Jahr auf der Achterbahn im Nahen Osten

2024 ╴Ein Jahr auf der Achterbahn im Nahen Osten

Israel verändert den Nahen-Osten

Wenn wir die globalen Ereignisse nicht nur durch die Linse der Medien, sondern durch die Weisheit der biblischen Prophetien betrachten, können wir mit Dankbarkeit auf das Jahr 2024 zurückblicken. Dabei erkennen wir, dass die finsteren Absichten der Feinde Israels, die seine Vernichtung anstrebten, stets ins Leere liefen.

2024 - Ein Jahr wie eine Achterbahn im Nahen Osten

Ein Israelischer Soldat in Gaza zündet die Kerzen des Chanukka-Leuchters an.
Trotz Übermacht eroberten 164 v. Chr. die Makkabäer Jerusalem zurück, reinigten den Tempel und weihten ihn neu. Das erste Wunder von Chanukka: Licht besiegte Dunkelheit.

Hamas

2024 begann tragisch mit dem 86. Tag der israelischen Geiseln in den finsteren Tunnels der Hamas in Gaza und einem Volk, das die Narben des schicksalsträchtigen 7. Oktobers noch immer tief in sich trägt.

Doch Israels umstrittener und mutiger Vorstoß, auch in Rafah und Philadelphi-Grenzübergang einzudringen, führte zu einem entscheidenden Wendepunkt und ebnete den Weg zum Sieg. Heute hat Israel die Hamas überwältigt, ihren Anführer Sinuwar ausgeschaltet und kontrolliert den gesamten Gazastreifen.

Hisbollah

Seit dem 7. Oktober haben die unaufhörlichen und zerstörerischen Raketenangriffe der Hisbollah-Terroristen den Alltag im Norden Israels täglich bedroht und 90.000 Israelis gezwungen, in ihrem eigenen Land zu Flüchtlingen zu werden.

Dann wendete sich das Blatt: Der israelische Geheimdienst führte eine meisterhafte Operation durch, bei der im Libanon auf einmal Pager explodierten und die gesamte Hisbollah-Führung in einem Augenblick ausgeschaltet wurde. Dies ebnete den Weg für die Offensive der israelischen Armee in den Süd-Libanon einzumarschieren und neutralisierte die Bedrohung der Hisbollah.

Antisemitismus

Von den Hallen der UNO, durch die Gänge der Universitätscampussen bis in die Strassen wurde Israel des Völkermords bezichtigt. Die Welt brodelt vor antisemitischem Hass, der sich gegen Israel richtet. Häßliche Demonstrationen mit dem Aufruf für ein Palästina ohne Juden, „vom Jordan bis zum Mittelmeer“, finden in allen Metropolen statt.

Diese Entwicklungen beschleunigten die Erfüllung der biblischen Prophezeiungen und inspirierte 50.000 Juden, nach Israel einzuwandern. Zudem erwägen heute weitere 57% der europäischen Juden ernsthaft, ihre Heimatländer zu verlassen und nach Israel einzuwandern, weil sie sich in Europa nicht mehr sicher fühlen.

Iran und Jemen

Im April 2024 erlebte Israel einen gefährlichen Angriff, als in einer einzigen Nacht 300 Drohnen, Marschflugkörper und ballistische Raketen aus dem Iran auf die Städte Israels abgefeuert wurden. Kurz danach folgte ein weiterer Angriff, bei dem der Iran und der Jemen gemeinsam 201 ballistische Raketen in einer Nacht auf Israel abfeuerten.

Alle Raketen konnten – mit Gottes Hilfe – rechtzeitig abgefangen werden, sodass weniger als zehn überhaupt israelischen Boden erreichten. Es war ein eindeutiger himmlischer Schutz, dass bei dieser erfolgreichen Abwehrmaßnahmen die israelische Bevölkerung unversehrt blieb. Lediglich ein Palästinenser aus Gaza, der sich in Jericho aufhielt kam um, und ein Hamas-Aktivist in Tulkarm, der während eines Jubelmarsches getötet wurde.

Weihnachtsgeschichte - Szene aus dem Film von Inglourious Basterds

Orthodoxe Juden bestaunen die in der Wüste gelandete iranische Rakete und danken Gott.

Syrien

Über Jahre hinweg haben iranische Milizen eine gefährliche Waffenroute vom Iran in den Libanon etabliert, mit dem klaren Ziel, Israel damit zu beschiessen. Der einstige ISIS-Anhänger und Dschihadist Julani erkannte die Schwäche der von Israel besiegten iranischen Proxies und entfachte einen rebellischen Aufstand in Syrien. Das 54 Jahre alte diktatorische Assad-Regime fiel.
In einem beispiellosen strategischen Zug nutzte Israel die historische Chance, eine der größten existenziellen Bedrohungen zu beseitigen, und schaffte es, innerhalb von nur 48 Stunden 90% der syrischen Armee zu neutralisieren.

Was für ein bemerkenswertes Jahr liegt hinter uns!

 

Eine Achterbahn 2024

Was mit einem verheerenden Angriff am Ende 2023 begann, der Israels Existenz bedrohte, verwandelte sich 2024 in ein triumphales Gefühl der Erleichterung und Dankbarkeit. Der Angriff vom 7. Oktober entfachte zunächst den Konflikt mit Gaza, der sich rasch zu einem Krieg mit dem Libanon ausweitete. Doch die israelische Armee bewies ihre Wachsamkeit, indem sie die noch viel massiveren Angriffspläne der Hisbollah auf den Norden Israels rechtzeitig entlarvte und erfolgreich vereitelte.
Das Massaker vom 7. Oktober war zweifellos erschütternd, doch es bewies uns, wie Gott sein Volk vor einem zehnfach größerem Unheil bewahrt hat.
Israels Armee hat mit Gottes Hilfe die einst größte Terrororganisation-Hisbollah in einen zahnlosen Tiger verwandelt. Auch Hamas steht heute kurz vor dem endgültigen Zusammenbruch und Syrien ohne Armee stellt keine Bedrohung mehr für Israel dar.

Stelle dir vor, die biblischen Chroniken würden bis in unsere Zeit fortgeschrieben, dann würde der Vers über das vergangene Jahr 2024 ähnlich lauten, wie über die restlichen Kriege zu biblischen Zeiten: „Du, Gott, gabst mir den Sieg über meine Feinde, von diesen brutalen Menschen hast du mich befreit.“ (Ps. 18,49)

Rückkehr zu Gott

Inmitten eines Jahres voller Turbulenzen, Hass und Bedrohungen aus allen Richtungen, erstrahlte der göttliche Schutz über Israel wie ein Leuchtfeuer der Hoffnung. Diese himmlische Fürsorge inspirierte eine beeindruckende Rückkehr vieler Israelis zu ihrem Glauben an Gott. Sie kamen zur Erkenntnis, dass wahre Hoffnung nicht in ihren eigenen Händen oder in denen der Vereinigten Staaten oder westlicher Verbündeter liegt, sondern allein in Gott, dem Allmächtigen. Während die Welt sich gegen Israel wandte und die Vereinten Nationen sogar über einen Ausschluss nachdachten, hielten die USA unter der Biden-Regierung, wie auch die deutsche Regierung dringend benötigte Waffenlieferungen zurück. Doch in dieser Herausforderung fanden viele Israelis ihre Stärke und Glauben bei Gott wieder.

Weihnachtsgeschichte - Szene aus dem Film von Inglourious Basterds

Israelis auf den Strassen Tel Avivs werden zum Gebet ermutigt.

Mit Gottes Zusage ins Jahr 2025

Obwohl beeindruckende Fortschritte erzielt wurden, bleibt der Frieden in Israel weiterhin ein fernes Ziel. Noch immer sind 100 israelische Geiseln in den Tunneln von Gaza gefangen. Täglich prasseln feindliche Raketen auf israelische Städte nieder, und die Zahl der Terroranschläge aus Judäa und Samaria nimmt stetig zu. Gleichzeitig treibt der Iran seine Atomwaffenproduktion voran, nachdem er seine Stellvertreter verloren hat.

Wahrer Frieden wird erst mit dem Erscheinen des Friedefürsten Einzug halten, während bis dahin die Mächte des Teufels alles daransetzen, sein Kommen zu verhindern.

Wir leben in der antichristlichen Endzeit, in der alles Biblische und Göttliche, einschließlich der Wiederherstellung Israels, den Widersacher verärgert. Eine Welt die zunehmend alle biblischen Werte missachtet und mit Progressivismus ersetzt.

Gerade und besonders jetzt, wenn die Mainstream-Medien unermüdlich ein düsteres Szenario malen, haben wir als Nachfolger Jesu die einzigartige Gelegenheit umso heller zu erstrahlen, wie Sterne, die in der Nacht sichtbarer sind.

Im Hinblick auf das Jahr 2025 lasse ich mich von den Worten König Davids inspirieren, die er in turbulenten Zeiten niederschrieb:

„Warum toben die Heiden und ersinnen die Völker Nichtiges?
Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Fürsten verabreden sich gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten: »Lasst uns ihre Bande zerreißen und ihre Fesseln von uns werfen!« Der im Himmel thront, lacht; der Herr spottet über sie.“ (Ps. 2,1-4)

„Und der auf dem Thron sitzt, spricht: Siehe, ich mache alles neu!“  (Off. 21,5)

Israelische Flagge