In den 1970er-Jahren, als mein Vater Ludwig Schneider noch ein junger Pastor in Deutschland war, wagte er etwas damals fast Undenkbares: Er predigte über Israel und wollte am Ende des Gottesdienstes für das jüdische Volk beten. Oft sprangen die Ältesten empört auf und riefen: „Nein, das tun wir hier nicht!“

Man muss die Zeit verstehen: Nur zwanzig Jahre nach dem Holocaust wollten viele Deutsche und ebenso viele Gemeinden, die eigene Schuld endlich hinter sich lassen. Israel war ein Thema, das man lieber verschwieg. Doch mein Vater tat das Gegenteil. Er legte das Thema Israel mutig und ungeschminkt auf den Tisch – mit einer Leidenschaft, die viele überforderte. Er sprach über Gottes Heilsplan und seine Treue zu Israel und rief zum Gebet für das jüdische Volk auf. Für manche war das schlicht zu viel.

Ludwig Schneider

Ludwig Schneider s. A. (1941–2018)

Schon während seiner Zeit an der Bibelschule Beröa galt er wegen seiner Israel-Berufung als „sonderbarer Vogel“. Doch er wusste um seinen Ruf und ließ sich weder belächeln noch aufhalten. So wurde er zum Pionier: dem ersten im deutschsprachigen Raum, der Gemeinden die prophetische Bedeutung Israels wieder eröffnete – lange bevor Prediger, Werke und Magazine dieses Thema aufgriffen. Seinem Auftrag folgend wanderte er mit seiner tapferen Frau Barbara und fünf Kindern nach Israel aus und gründete „NAI – Nachrichten aus Israel“, aus denen später Israel Heute hervorging.

Ich empfinde es als großes Vorrecht, Mitbegründer dieses Magazins gewesen zu sein und heute die Berufung meines Vaters weiterzuführen – in einer Zeit, in der diese Botschaft dringender ist denn je. Aus der neuen geistlichen Erkenntnis über Israel entstanden immer mehr christliche Werke, Initiativen und Bewegungen. Gemeinden im deutschsprachigen Raum begannen zu verstehen, was Israel in Gottes Heilsplan bedeutet, und entdeckten das Gebet für Israel neu. Israelkonferenzen, Seminare und Gebetsgruppen wuchsen wie Pilze aus dem Boden. Und mittendrin mein Vater – ein Mann mit einer Botschaft, die Herzen öffnete und geistliche Horizonte erweiterte.

Unermüdlich, kompromisslos und leidenschaftlich stand er bis zu seinem letzten Tag 2018 auf Kanzeln, in Gemeindesälen und Konferenzräumen in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Ich durfte ihn viele Jahre begleiten, von ihm lernen und später seinen Mantel empfangen – wie einst Elisa den Elia-Mantel. Seitdem predige auch ich Monat für Monat in Gemeinden im gesamten deutschsprachigen Raum und verkündige mit derselben Leidenschaft Gottes erfüllten Heilsplan in Israel und die untrennbare Verbindung zwischen Israel und der Gemeinde Jesu.

Geplantes Denkmal vor Jerusalem

An der Einfahrt nach Jerusalem entsteht ein Memorial zu Ehren von Ludwig Schneider – einem Mann, der den Mut hatte, die Wahrheit über Israel zu sprechen, als viele schwiegen.

An Israel scheiden sich die Geister

Der 7. Oktober 2023 wirkte wie ein Brennglas. Er machte nicht nur Israels Schmerz sichtbar, sondern auch den geistlichen Zustand der Nationen und vieler Gemeinden. Während Israel den größten Angriff seit seiner Staatsgründung erlebte, wäre es naheliegend gewesen, dass Christen ihre Stimme erheben und sich unmissverständlich an die Seite des jüdischen Volkes stellen. In vielen Gemeinden geschah das auch. Doch gleichzeitig zeigte sich in manchen eine befremdliche Distanz. Fake News, antijüdische Stereotype und politisch gefärbte Narrative fanden ihren Weg in christliche Kreise. Plötzlich wurde Israel wieder zur „heißen Kartoffel“, die man lieber vom Gottesdienst fernhielt – ein Trend, der in Teilen der evangelischen Kirchen schon länger sichtbar ist.

 

Doch genau in dieser Zeit der Verwirrung öffnete Gott neue Türen. Während einige sagten: „Israel ist politisch, und Politik gehört nicht in den Gottesdienst“, wuchs andernorts eine neue geistliche Sensibilität. Besonders im Norden Deutschlands begannen Gemeinden, die über Israel kaum nachgedacht hatten, plötzlich das prophetische Wort neu zu entdecken und baten mich vermehrt um Israel-Vorträge.

Vor zwei Jahren brachte ich meine Not im Gebet vor den Herrn: „Warum kommen so wenige Einladungen aus dem Norden? Ich gehe, selbst wenn dort nur zehn oder fünfzehn Leute sitzen.“ Gott antwortete – nicht durch Worte, sondern durch Gelegenheiten. Auf unseren letzten Vortragsreisen durften Shelly und ich in vielen norddeutschen Gemeinden predigen, die wir zuvor nicht kannten. Doch überall warteten volle Säle: Menschen mit offenen Herzen, die nach Wahrheit hungerten und spürten, dass Gott heute wieder durch Israel spricht.

Geplantes Denkmal vor Jerusalem
Israel-Vortrag in der FEG – Eutin, Nov. 2025

Christen, die die prophetischen Schriften ernst nehmen, erkennen: Gott sammelt sein Volk heute sichtbar vor unseren Augen zurück ins Land Israel, um es für die Wiederkunft unseres Herrn vorzubereiten. Gleichzeitig verstehen sie, dass der weltweite Hass gegen Israel, die Verleumdungen, Terrorangriffe und die Feindschaft der Nationen nicht bloß politische Spannungen sind, sondern geistliche Gegenkräfte, Werke des Widersachers, der versucht, Gottes Plan aufzuhalten. Denn der Feind weiß, was die Bibel klar sagt: „Ihn [Jesus] muss der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten, in denen alles wiederhergestellt wird“ (Apg. 3,21).

Jesus sprach in Matthäus 24 von „Kriegen und Kriegsgerüchten, Pandemien und Erdbeben“ als Warnsignale. Sie erinnern uns daran, dass Gott die Geschichte lenkt und die Welt aufrüttelt, damit Menschen seine Stimme hören. So war es schon in Ägypten: Die zehn Plagen waren nicht eine Strafe, sondern ein geistliches Wecksignal. Gott erschütterte eine Nation, damit sie erkennt: Der Gott Israels steht treu zu seinem Volk und führt es in das Land, das er verheißen hat. Viele Ägypter verstanden das und schlossen sich Israel an, als es auszog (2. Mose 12,38).

Dasselbe Muster sehen wir heute. Die von Jesus genannten Zeichen treten mit einer Intensität auf, wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Auch sie sind kein blindes Chaos, sondern Gottes Ruf an die Menschheit, sich zu entscheiden. Und wie damals reagieren die Menschen unterschiedlich:

Die einen verhärten sich, glauben den Lügen, wenden sich gegen Israel und verschließen ihr Herz.
Die anderen wachen auf, erkennen Gottes Treue und stellen sich bewusst an die Seite Israels. Sie sehen: Die Wiederherstellung Israels ist keine politische Zufälligkeit, sondern Erfüllung biblischer Verheißungen – Vorbereitung für den größten Moment der Weltgeschichte:

„Und sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben.“ (Sacharja 12,10)

Alles, was wir heute erleben, führt auf diesen einen Höhepunkt zu.

Ein Denkmal für die Wahrheit

Ein Vermächtnis, das weiterlebt. Werde Teil davon.

 

Zu Ehren von Ludwig Schneider (1941–2018) entsteht an der Einfahrt nach Jerusalem ein Wahrheits-Denkmal, das das Lebenswerk eines Mannes sichtbar macht, der unermüdlich für Israel, gegen Antisemitismus und für die Wahrheit Gottes einstand.

Geplantes Denkmal vor Jerusalem
Israelische Flagge
Israel - Das Wunder, das die Welt nicht versteht
März 2025
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22.3. Weikersheim
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