Doron
Schneider
Referenzen Themen
Termine Kontakt
Impressum
Datenschutz
Veranstaltungen GanEden InsiderClub Projekte Blog
Home
mail_outline Newsletter Homepage

„Jerusalem wird zertreten werden von den Nationen, bis die Zeiten der Nationen erfüllt sind.“ Lukas 21,24

Seit dem 7. Oktober 2023 erleben wir weltweit eine dramatische Zunahme von Antisemitismus, anti-israelischer Propaganda, wie auch einer wachsenden Distanzierung vieler Christen vom jüdischen Volk und vom Staat Israel. Begriffe, Narrative und Feindbilder, die man längst überwunden glaubte, kehren mit erschreckender Offenheit zurück – auf Universitäten, in Medien, auf den Straßen und leider auch in manchen Gemeinden.

Jerusalem wird zertreten
„Jerusalem wird zertreten werden von den Nationen, bis die Zeiten der Nationen erfüllt sind.“ (Foto: Shutterstock)
Viele Gemeinden haben sich seitdem von Israel distanziert, gerade in dem Moment, in dem Israel Unterstützung und Solidarität am dringendsten braucht. Manche Gemeinden, die mich früher regelmäßig zu Israel-Abenden eingeladen haben, zögern heute immer häufiger, das Thema Israel offen anzusprechen. Und doch öffnen sich gleichzeitig – nach viel Gebet – neue Türen von Gemeinden die ihre geistliche Verantwortung, sich auf die Seite Gottes Volk zu stellen, entdecken. Man muss kein großer Antisemitismusforscher sein, um zu erkennen, dass etwas von der antisemitischen Sprache der 1930er Jahre zurückkehrt. Die Rhetorik, die damals zu hören war, erinnert in beunruhigender Weise an die Sprache, die heute an Universitäten weltweit, in sozialen Netzwerken, auf Straßenprotesten und im politischen Diskurs zu hören ist. Der Antisemitismus versteckt sich nicht mehr nur hinter Andeutungen – er ist offen, schamlos und gefährlicher geworden. Ronald Lauder, Präsident des World Jewish Congress, warnte beim 80. Jahrestag der Befreiung von Liberation of Auschwitz davor, dass die Shoah nicht plötzlich begann. Zunächst seien Juden ausgegrenzt, markiert, boykottiert und öffentlich diffamiert worden. „Es begann langsam und dann geschah es plötzlich“, sagte er. Der moderne Antisemitismus verändert zwar seine Sprache, greift aber auf dieselben alten Muster zurück: die Vorstellung einer kleinen jüdischen Macht, die angeblich Medien, Banken, Regierungen oder Kriege kontrolliere. Früher sprach man von einer „jüdischen Weltverschwörung“, heute finden sich ähnliche Narrative in Aussagen über „die jüdische Lobby“, Medienkontrolle oder angebliche israelische Manipulation der westlichen Politik. Durch soziale Medien und Influencer mit Millionenpublikum dringen solche Botschaften zunehmend in den Mainstream vor. Dabei gehe es laut Kritikern nicht mehr nur um politische Kritik an Israel, sondern auch um die Wiederbelebung klassischer antisemitischer Motive.
Historische antisemitische Bilder werden heute wieder recycelt. Was früher offen gegen Juden gerichtet war, wird heute oft in der Sprache des Antizionismus, von Verschwörungstheorien und der Dämonisierung Israels neu verpackt.

Umfragen der Anti-Defamation League zeigen einen enormen Anstieg antisemitischer Einstellungen sowie eine zunehmend negative Haltung gegenüber Israel in westlichen Ländern. Der Historiker Joel Fishman beschreibt dieses Phänomen als einen Mechanismus der „großen Lüge“: die ständige Wiederholung verzerrter Botschaften, bis sich die Wahrnehmung der Realität umkehrt und Israel nicht mehr als Opfer, sondern als Aggressor gesehen wird.

Die Idee der „großen Lüge“

Die „große Lüge“ bezeichnet ein propagandistisches Muster: Eine einfache, dramatische Behauptung wird durch ständige Wiederholung zur scheinbaren Wahrheit. Ziel ist nicht nur die Manipulation von Fakten, sondern die Formung eines Weltbildes mit klaren Feindbildern und Schuldzuweisungen.

Hitler schrieb bereits in “Mein Kampf“, dass Menschen eher an eine große als an eine kleine Lüge glauben, weil sie sich kaum vorstellen können, dass jemand die Realität so massiv verfälscht. Selbst Widerlegungen hinterlassen oft Zweifel und Spuren im Denken. Die Psychologie erklärt dies mit dem „Effekt der scheinbaren Wahrheit“: Wiederholte Aussagen wirken glaubwürdiger, weil Vertrautheit leicht mit Wahrheit verwechselt wird. Wer Botschaften ständig wiederholt, erhöht deren Akzeptanz.

Die nationalsozialistische Propaganda nutzte dieses Prinzip gezielt. Täter und Opfer wurden vertauscht: Nicht Deutschland galt als Aggressor, sondern das „internationale Judentum“ wurde als angebliche Bedrohung dargestellt. So wurden Krieg und Judenverfolgung propagandistisch als „Selbstverteidigung“ umgedeutet.

Von der „großen Lüge“ zur politischen Sprache von heute

„Wer die ‚große Lüge‘ versteht, erkennt sie auch in der heutigen Propaganda“, sagt Fishman. Als Beispiel nennt er die UN-Resolution 3379 von 1975, die den Zionismus als Form des Rassismus bezeichnete. Entstanden im Klima nach dem Sechstagekrieg und dem Jom-Kippur-Krieg, sollte sie Israel international isolieren und den Zionismus nicht als nationale Befreiungsbewegung der Juden, sondern als kolonialistische Ideologie darstellen.

Israel wurde dabei bewusst mit Begriffen wie Kolonialismus, Apartheid und Rassismus in Verbindung gebracht. Die Resolution griff nicht nur Israels Politik an, sondern stellte das jüdische Recht auf Selbstbestimmung grundsätzlich infrage.

Obwohl die Resolution 1991 aufgehoben wurde, wirken ihre Begriffe bis heute nach. Vorwürfe wie „Apartheid“, „Genozid“ oder „Siedlerkolonialismus“ seien laut Analysen oft neue Varianten derselben Formel: „Zionismus ist Rassismus.“

„Durch ständige Wiederholung“, erklärt Fishman, „wird aus einer offensichtlichen Lüge langsam eine akzeptierte Wahrnehmung.“ Israel erscheine dadurch vielen nicht mehr als bedrohte Nation, sondern ausschließlich als Unterdrücker.

Die Bibel macht deutlich: Der Feind arbeitet nicht zuerst mit Wahrheit, sondern mit Verdrehung, Täuschung und Lüge. Deshalb überrascht es nicht, dass gerade im Kampf gegen Israel, gegen Gottes Wort und gegen die Wahrheit so viele Narrative auf Halbwahrheiten, Manipulation und Propaganda aufgebaut sind. (Johannes 8,44)

„Zionismus ist Rassismus“ – „Free Palästina“ (Foto: Shutterstock)

Was bedeutet eigentlich Zionismus?

Die biblische Bedeutung des Zionismus besteht in der Rückkehr des jüdischen Volkes in das von Gott verheißene Land Israels mit Zion (Jerusalem) als Hauptstadt. Der Begriff „Zion“ stammt aus der Bibel und bezeichnet ursprünglich den Berg Zion in Jerusalem, später jedoch auch ganz Jerusalem sowie das Land Israel als geistliches Zentrum des jüdischen Volkes. In den prophetischen Texten wird von der Sammlung der Juden aus den Nationen und ihrer Rückkehr nach Zion berichtet.

Wer definiert, was Antisemitismus ist?

Der Begriff „Antisemitismus“ wird heute oft vermieden und stattdessen hinter „Antizionismus“ verborgen. Moderne antisemitische Muster greifen nicht nur Juden oder Israel an, sondern versuchen auch, den Begriff Antisemitismus umzudeuten. Wer antisemitische Narrative kritisiert, wird plötzlich selbst beschuldigt, Kritik unterdrücken zu wollen. So entsteht eine gefährliche Verdrehung der Realität: Antisemitische Denkmuster werden relativiert, während Juden oder Israelfreunde plötzlich selbst als Schuldige erscheinen. Daraus entwickelt sich schließlich die Behauptung, Juden würden Antisemitismus „erfinden“, „übertreiben“ oder sogar selbst verursachen. Genau darin ähnelt dieses Muster der „großen Lüge“: Den Juden wird nicht nur Feindseligkeit entgegengebracht – sie werden zusätzlich noch für den Hass gegen sie verantwortlich gemacht.

Wir dürfen nicht in die Zustände der 1930er-Jahre zurückkehren. Die „große Lüge“ wird heute von einem ganzen Netzwerk verbreitet: Staaten, internationale Institutionen, NGOs, Terrororganisationen, ideologisch geprägte Medien und zunehmend auch Influencer mit Millionenpublikum.

Manchmal geschehe dies gezielt, manchmal durch politische Interessen, ideologische Prägung oder die Dynamik sozialer Netzwerke, die extreme Botschaften belohnen. Viele interessieren sich nicht mehr dafür, ob etwas wahr ist, wichtig ist nur, dass es funktioniert und Klicks bringt.

Israel und das Schweigen der Kirchen

Oft werde ich gefragt, wann ich einmal in bestimmte Regionen komme, um einen Israelabend zu veranstalten. Meist antworte ich: „Fragt doch eure Gemeindeleitung.“ Doch erstaunlich oft höre ich zurück: „Wir sind fast die Einzigen in unserer Gemeinde, die offen hinter Israel stehen. Unsere Leitung meidet das Thema konsequent.“

Warum ist das so?

Ein Teil hat Angst vor gesellschaftlichem Druck. Wer sich heute offen hinter Israel stellt, riskiert schnell, als „rechts“, „kriegerisch“ oder „unsensibel“ abgestempelt zu werden. Besonders in Europa möchten viele Gemeinden Konflikte vermeiden und lieber neutral wirken. Die geistliche Lauheit vieler Christen zeigt sich heute oft darin, dass sie aus Angst vor Ablehnung lieber schweigen, statt mutig für Wahrheit, Israel und gegen Antisemitismus einzustehen (Off. 3,15–16)

Andere Christen wurden über Jahrzehnte von einer Theologie geprägt, die Israel kaum noch einen besonderen Platz in Gottes Geschichte zugesteht. Dadurch wird Israel nur noch wie irgendein anderer Staat betrachtet, ohne den biblischen Zusammenhang der Rückkehr des jüdischen Volkes nach Zion oder Gottes bleibende Bündnisse ernst zu nehmen.

Manche Gemeinden schweigen auch, weil sie ausschließlich ein „sanftes“ Christentum predigen möchten, ohne politische oder prophetische Spannungsfelder. Doch die Bibel trennt die geistliche Wahrheit nicht vollständig von der Geschichte. Die Propheten sprachen ständig über Nationen, Jerusalem, Israel und die Haltung der Völker gegenüber dem jüdischen Volk.

Und schließlich gibt es leider auch einen alten Mechanismus: Antisemitismus verändert seine Sprache, aber selten sein Wesen. Früher sprach man von „den Juden“ als Problem, heute von „dem Zionisten“ oder „dem jüdischen Staat“. Für manche klingt das politisch statt antisemitisch, doch der Kern bleibt derselbe: dem jüdischen Volk wird das Recht auf sein Land abgesprochen.

Trotzdem sollte man nicht vergessen: Es gibt auch viele Christen und Gemeinden, die sehr bewusst an der Seite Israels stehen – oft leiser, weniger medial sichtbar, aber treu und standhaft. Viele Israelfreunde fragen sich heute: Wo sind die Stimmen der Christen, bevor Ausgrenzung erneut gesellschaftsfähig wird?

Gottes auserwähltes Volk – ob es uns gefällt oder nicht

Diese Erwählung wurde nicht von Menschen beschlossen und wird auch nicht von Regierungen, Medien, Ideologien oder dem Zeitgeist aufgehoben werden. Gottes Bund mit Israel ist unwiderruflich. Keine Nation, keine UN-Resolution, keine Propaganda und kein weltweiter Druck werden verhindern, dass Gott seine Verheißungen erfüllt. Entscheidend ist letztlich nicht, was die Welt über Israel denkt, sondern was Gott über Israel gesagt hat.

Gerade jetzt erleben wir eine Zeit, in der sich die Nationen immer stärker gegen Israel positionieren. Die Lügen werden lauter, der Hass offener und die Verdrehung der Wahrheit aggressiver. Israel verteidigt sein Überleben und wird gleichzeitig vor den Augen der Welt dämonisiert. Doch all das überrascht Gott nicht. Die Bibel hat uns längst angekündigt, dass Jerusalem zum Streitpunkt der Nationen werden wird.

Trotz aller Widerstände werde ich nicht schweigen und nicht aufgeben. Die Aufklärung über Israel ist für mich eine geistliche Verantwortung und eine Frage von Leben und Tod. So wie Israel alles daran setzt, Raketen am Himmel abzufangen, dürfen auch wir nicht aufhören, die zerstörerischen Lügen des Antisemitismus abzufangen, bevor sie Herzen vergiften.

Jeder Mensch, der beginnt, Israel mit Wahrheit statt mit Propaganda zu sehen, jeder Christ, der sich nicht länger einschüchtern lässt, jeder Pastor, der den Mut findet, wieder offen über Gottes Volk zu sprechen, ist ein Licht in einer zunehmend dunkler werdenden Zeit. Denn wo Wahrheit zurückkehrt, verliert der Hass seine Macht.

Jesus selbst hat vorausgesagt, dass Jerusalem in der Endzeit von den Nationen zertreten werden wird. Doch die entscheidende Frage lautet heute: Werden Christen erneut schweigen, während sich die Welt gegen Gottes Volk stellt? Werden sie wieder wegsehen, wie damals, als Millionen Juden deportiert und in die Gaskammern geschickt wurden?

Die Geschichte wird nicht nur jene richten, die Hass verbreitet haben, sondern auch jene, die aus Angst, Anpassung oder Bequemlichkeit geschwiegen haben.

Doch ich glaube von ganzem Herzen: Gott erweckt auch in dieser Generation Christen, die sich nicht länger vom Zeitgeist einschüchtern lassen, sondern mutig für Wahrheit, Gerechtigkeit und Gottes Volk einstehen – koste es, was es wolle.

Israelische Flagge
Israel zwischen Prophetie, Krieg und Wiederherstellung
September / Okt. 2026
Tour

25.-27.9. INSIDERCLUB
28.9. Friedberg
29.9. Lauter-Bernsbach
30.9. Worms
1.10. Ludwigsburg
2.10. Wangen i. Allgäu
3.10. Regau (AT)

4.10. Graz
6.10. Klagenfurt
8.10. Emmen (CH)
9.10. Rielasingen
10.10. Remscheid
11.10. Bielefeld
Noch freie Termine !
Sept. / Okt. 2026
25.-27.9. INSIDERCLUB 28.9. Friedberg 29.9. Lauter-Bernsbach 30.9. Worms 1.10. Ludwigsburg 2.10. Wangen i. Allgäu 3.10. Regau (AT) 4.10. Graz 6.10. Klagenfurt 8.10. Emmen (CH) 9.10. Rielasingen 10.10. Remscheid 11.10. Bielefeld
Tour
━━━━━━━━━━━━━━
Noch freie Termine !