Aber was tun wir, um den Islamischen Staat zu stoppen?

Ich beobachtete wie sie Benzin auf einen Mann schütteten und ihn in Brand setzten.
Ich beobachtete auch, wie sie Daniel Pearl töteten.
Das war das erste mal, nur wusste ich nicht, dass es das erste mal ist. Ich dachte, es war eine Aberration – eine Störung in der Strömung des Mitgefühls, des Anstands der Menschheit.

Ich saß an meinem Schreibtisch und tippte auf meinem Apple.Ich verschüttete die Tasse Tee neben mir.
Ich klopfte ich auf den Tisch und klopfte nochmal und nochmal, bis die Nachbarn auch an die Tür klopften.
“Warum kuckst du dir das an Papa?”, fragte meine kleine Tochter.

Später erzählte ich meiner Familie, was ich auf dem Bildschirm sah -, als das Licht aus seinen Augen erlosch, wurde die
Welt noch ein wenig dunkler.

“Warum kuckst du dir das an?”, fragten sie alle.

Nun, ich habe seitdem noch mehr davon gesehen – weil es so viele zwischen damals und heute waren. Umso mehr sie sich vermehren, um so dunkler wird die Welt. Während ich das gute auf dieser Welt suche, und während ich mir vorstelle, dass diese Welt besser sein kann, bin ich mir bewusst, dass es auch viel Böses gibt, Böses…, so “rein” wie das überschüttete Benzin, Böses…, wie das Glitzern der blendenden Stahlklinge des Messers…

Böses in der stationären Kamera, die die letzten Augenblicke der Schmerzen eines Menschen filmt. Böses in dem knackigen Qualitätsgeräusch, gemischt von Männern, die einen anderer Mann sterben hören, während sie den Knopf für stärkere Bässe und klarere Höhentöne drehen.

Ich umarme die Menschen die ich liebe ein wenig härter. Ich stehe für meine Familie da, für mein Land, für mein Volk, für alle von uns aus jeder Kultur und Religion, die bereit sind, zusammenzuarbeiten, um eine bessere Welt zu machen.

Und ich denke, dazu:

Die Deutschen behaupteten, “nichts gewusst zu haben”, was in den Ghettos und mit den Zügen passierte, in den Lagern und in den Öfen.

“Wir wussten nichts!”, riefen sie, als die Bilder von unseren Onkeln, Tanten und Cousinen Jahre später ans Tageslicht kamen, …die Berge von Knochen und Leichen.

“Wir wussten nichts!” Der Islamischen Staat postet täglich diese schrecklichen Videos und Bilder, um uns zu verhöhnen und zu erschrecken.

Und noch schlimmer: Um uns zu Zeugen von ihrer gesellschaftlich sanktionierten Psychopathie zu machen…. ob wir uns die Videos und Bilder ansehen oder nicht … Wir wissen, was los ist.

Es spielt keine Rolle, ob ich selber die Klinge schwinge oder den Streichholz anzünde. Ich bin Zeuge.
Ich weiß, was sie jetzt tun und schon viele Jahre, und es wird immer schlimmer…

Überall um uns herum verdunkelt sich die Welt, und die Angst wächst … und Angst ist wie Gift, sickert durch, so dass alles noch dunkler wird.

Na und? Ich koste meinen Cappuccino – mit extra Schaum, fettfreier Milch. Ich lebe mein Leben weiter, liebe weiter… Ich sehne mich nach dem verheissenen Licht.
Großartig, wunderbar. Vielleicht ist das genug, um mich durch den Tag zu tragen. Aber am Ende des Tages, weiß ich, es ist dunkel, wild und es herrscht eine hungrige Dunkelheit… Und ich weigere mich, meine Augen daran zu gewöhnen.

Aber die Sehnsucht nach Licht ist nicht genug.

Wir müssen das Licht sein.

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Doron Schneider - Newsletter aus Israel

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