“Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz kraftlos geworden, ist, womit soll es gesalzen werden?” Matt. 5,13

Im Laufe der jüdischen Geschichte haben Christen sich als “kraftvolles Salz” bewiesen und einige wichtige Rollen zur Gründung des jüdischen Staates beigetragen. 

Der Hauptschlüssel zu Herzls Denken und Erfolg war der Einfluss seiner christlichen Freunde. Als Herzl mit einflussreichen Juden darüber debattierte, wo ein Zufluchtsort für die Juden zu finden sei, sandte ihm Pfarrer William E. Blackstone eine Ausgabe des Alten Testaments, in dem überall die prophetischen Stellen markiert waren, die sich auf die Rückkehr der Juden in das Land Israel bezogen. Herzl war zwar Jude, aber auch ein bekennender Atheist und was ihn anfänglich zur Gründung eines jüdischen Staates antrieb, waren nicht die Prophetien, sondern der Wunsch, eine pragmatische Lösung für die Judenverfolgung zu finden.

Der Einfluß dieser christlichen Freunde ist der Beleg für eine unabweisbare Tatsache: Die Ursprünge der Zionistischen Bewegung sind viel älter als Herzl, sie sind in der Bibel festgelegt und in der tausendjährigen Hoffnung auf jüdische Rückkehr in das Land Israel, wie es die hebräischen Propheten versprochen haben. Und tatsächlich stellten sich Christen als die heraus, die mit der größten Gewissheit an diese propetischen Verse glaubten und als die stärksten Fürsprecher der Rückführung der Juden nach Zion.

Die Geschichte der jüdischen Rückführung in das Land Israel ist voller Beispiele von Christen, die die prophetische Bedeutung der Rückkehr der jüdischen Exilanten und die Wiedergeburt Israels spürten, und die bei dem Heranwachsen des zionistischen Traumes eine bedeutende Rolle spielten, indem sie politische Schlüsselgestalten überredeten, auf folgenden reiche historische Ereignisse Einfluss nahmen, Juden vor der Vernichtung retteten und die Sicherheit und das Wohlergehen des modernen States Israel förderten.

 

William Hechlers Beitrag zur Staatsgründung Israels

Der eigentliche christliche Zionismus begann mit dem Entstehen des von Theodor Herzl vorangetriebenen politischen Zionismus und Herzls Bestreben, aus strategischen Gründen Nicht-Juden zur Unterstützung seiner Idee heranzuziehen: „Leider ist es so, daß die Angaben eines arischen Barons die upper Jews stärker beeinflussen, als was immer unsereiner sagen könnte.“, schrieb Theodor Herzl in seinem Tagebuch. 

Der jüdische Zionismus hatte einen schwierigen Anfang. Herzl hatte viel Mühe die jüdische Gemeinde für seine Vision zu überzeugen, bis durch einen Christen sich plötzlich die Türen öffneten und der Zionismus sich entfalten konnte. 

Raketen aus Gaza

Rev. William Hechler mit seiner Familie

Rev. William Hechler war ein anglikanischer Pastor, bekannt als Herzls rechte-Hand und “Türöffner” für den christlichen Zionismus in Europa. Er wirkte noch als britischer Botschaftsgeistlicher in Wien, als er 1896 die Schrift Theodor Herzls las und von seiner Vision beeindruckt war, einen „Judenstaat“, vornehmlich in Palästina, zu gründen. Hechler gehörte bis zu Herzls Tod zu den getreuesten seiner Gehilfen, und ihm kam aufgrund seiner Bekanntschaft mit Großherzog Friedrich I. von Baden das Verdienst zu, den Kontakt zwischen dem Zionistenführer und Kaiser Wilhelm II. hergestellt zu haben. Bei den Begegnungen zwischen Herzl und dem deutschen Kaiser anlässlich der Palästinareise Kaiser Wilhelms II. 1898 fungierte Hechler als Kurier zwischen der zionistischen Delegation und dem kaiserlichen Zeltlager in Jerusalem.
„William ist ein feines Instrument für meinen Zweck“, schrieb Herzl noch in sein Tagebuch.

William Hechler trug dazu bei, den Grundstein für die Gründung eines jüdischen Staates in ihrer historischen Heimat zu legen. Er nutzte seine Verbindungen zum europäischen Königshaus, um Herzl dabei zu helfen, Treffen mit wichtigen Weltführern zu sichern. Herzl dankte ihm auf dem ersten Zionistenkongress in Basel 1897. Nur wenige Menschen arbeiteten so leidenschaftlich und intensiv für den Zionismus und das jüdische Volk.

Hechlers Theologie entsprach in ihren Grundzügen bis heute der Lehre der christlichen Zionisten: Die biblische Verheißung, dass die Juden am Ende der Zeiten nach Israel zurückkehren werden, erfülle sich gerade jetzt. Deshalb sei es die Pflicht der Christen, die Juden bei der Ansiedlung in Israel zu unterstützen.

Demonstration in Berlin

Britischer Soldat schaut weg von dem Schild auf der Exodus mit der Aussage:
“Die Deutschen zerstörten unsere Familien und Namen – Zerstört nicht unsere Hoffnung!”

Doch die Briten konnten Rev. Grauel nicht festnehmen, da er Nichtjude und amerikanischer Staatsbürger war. Stattdessen setzten sie ihn in einem Hotel unter Hausarrest. Dort begann Grauel westlichen Reportern in demselben Hotel über die brutale Tortur auf See zu erzählen. Spät in der Nacht wurde er schließlich von der jüdischen Untergrundbewegung Hagana aus dem Hotel geschmuggelt und nach Jerusalem gebracht. Dort sollte er den Ausschussmitgliedern der UN selbst erzählen, was sich auf der Exodus 1947 ereignet hatte.

Der Ausschuss hatte in jenem Sommer Anhörungen durchgeführt, um die Lösung des “Palästina-Problems” vorzuschlagen. Doch die Kommission weigerte sich bis dato, jüdische Flüchtlinge zu treffen. Als Grauel ihnen jedoch aus erster Hand über den britischen Angriff auf die unbewaffneten Flüchtlinge an Bord der Exodus berichtete, hatte dies eine tiefgreifende Wirkung auf die Ausschussmitglieder. “Die Exodus hatte keine Waffen”, sagte Grauel vor der UNSCOP, “sie kämpften nur mit Kartoffeln, Konservendosen und ihren bloßen Händen.”
Die Not der Exodus-Passagiere beschäftigte so mehrere Monate lang die Weltöffentlichkeit.

Und der UN-Kommission wurde immer stärker bewusst, dass sie sich auf einer humanitären Mission befanden. Bis dahin war die Mehrheit ihrer Mitglieder gegen eine Teilung des Mandatsgebiet und die Schaffung eines jüdischen Staates eingestellt. Doch nachdem Grauel sich für die Juden ausgesprochen hatte, dauerte es nicht mehr lange, bis die UNSCOP-Mitglieder sich einig waren, dass das jüdische Volk einen eigenen Staat brauchte.

So wurde die Zeugenaussage eines christlichen Geistlichen über den britischen Angriff auf die Exodus zum Wendepunkt für die UNSCOP – sie waren nun bereit, einen jüdischen Staat zu akzeptieren.

Demonstration in Berlin

Mit großer Spannung verfolgen die Juden im Land die Abstimmung der UN-Vollversammlung

Demonstration in Berlin

Die jüdische Gemeinde feierte nach Bekanntwerden der Abstimmungsergebnisse am 29. November

Das führte zu der legendären Abstimmung der UN-Vollversammlung am 29. November 1947, wobei 33 Länder für, 13 gegen, und 10 Länder sich, für die Aufteilung des britischen Mandats in zwei Staaten, einen jüdischen und einen arabischen, enthalten haben.

 

Vizepräsident Mike Pence’ Vision

Mike Pence ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei. Von 2017 bis 2021 war er als Donald Trumps Stellvertreter der 48. Vizepräsident der Vereinigten Staaten.

Donald Trump kündigte am 6. Dezember an, dass die Vereinigten Staaten Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen. Am bemerkenswertesten an seiner Rede war nicht, was er sagte oder wie er es sagte, sondern die Anwesenheit und das Verhalten von Vizepräsident Mike Pence. Obwohl ein Element in den zahlreichen Analysen nach Trumps Aussage fast vollständig fehlt, tragen Pences Überzeugungen viel dazu bei, Trumps Motivation zu erklären.

Washingtons Erklärung Jerusalems zur Hauptstadt Israels hat weltweit scharfe Kritik hervorgerufen, am stärksten im Nahen Osten, wo 57 Mitglieder der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) die Anerkennung Ost-Jerusalems als Hauptstadt eines palästinensischen Staates forderten. Dies mag in Trumps Weißem Haus wenig zählen, obwohl die Haltung der Europäischen Union im Allgemeinen und Frankreichs im Besonderen etwas besorgter sein könnte.

Demonstration in Berlin

Mike Pence begleitet Donald Trump bei seinen Äußerungen, nachdem er Jerusalem als
israelische Hauptstadt anerkannt hat.

Doch die Briten konnten Rev. Grauel nicht festnehmen, da er Nichtjude und amerikanischer Staatsbürger war. Stattdessen setzten sie ihn in einem Hotel unter Hausarrest. Dort begann Grauel westlichen Reportern in demselben Hotel über die brutale Tortur auf See zu erzählen. Spät in der Nacht wurde er schließlich von der jüdischen Untergrundbewegung Hagana aus dem Hotel geschmuggelt und nach Jerusalem gebracht. Dort sollte er den Ausschussmitgliedern der UN selbst erzählen, was sich auf der Exodus 1947 ereignet hatte.

Der Ausschuss hatte in jenem Sommer Anhörungen durchgeführt, um die Lösung des “Palästina-Problems” vorzuschlagen. Doch die Kommission weigerte sich bis dato, jüdische Flüchtlinge zu treffen. Als Grauel ihnen jedoch aus erster Hand über den britischen Angriff auf die unbewaffneten Flüchtlinge an Bord der Exodus berichtete, hatte dies eine tiefgreifende Wirkung auf die Ausschussmitglieder. “Die Exodus hatte keine Waffen”, sagte Grauel vor der UNSCOP, “sie kämpften nur mit Kartoffeln, Konservendosen und ihren bloßen Händen.”
Die Not der Exodus-Passagiere beschäftigte so mehrere Monate lang die Weltöffentlichkeit.

Und der UN-Kommission wurde immer stärker bewusst, dass sie sich auf einer humanitären Mission befanden. Bis dahin war die Mehrheit ihrer Mitglieder gegen eine Teilung des Mandatsgebiet und die Schaffung eines jüdischen Staates eingestellt. Doch nachdem Grauel sich für die Juden ausgesprochen hatte, dauerte es nicht mehr lange, bis die UNSCOP-Mitglieder sich einig waren, dass das jüdische Volk einen eigenen Staat brauchte.

So wurde die Zeugenaussage eines christlichen Geistlichen über den britischen Angriff auf die Exodus zum Wendepunkt für die UNSCOP – sie waren nun bereit, einen jüdischen Staat zu akzeptieren.

 

Ihr seid das Salz der Erde

Obwohl ich nur drei christliche Beiträge zur Gründung des jüdischen Staates und der amerikanischen Botschaft in Jerusalem brachte, bin ich überzeugt, dass es noch viele weitere “kraftvolle Christen” – “Salz der Erde” gab und auch heute noch gibt.

Ihr, meine lieben Israelfreunde, seid das “Salz der Erde” indem ihr Israel und das jüdische Volk in verschiedenster Weise unterstützt. Seien es Lebens- oder andere Mittel zum Wohlergehen Israels und den Holocaust-Überlebenden Juden.

Viele von euch haben früher Bäume in Israel gepflanzt und damit Israel tüchtig bewaldet, so dass man heute sagen kann: “Christen haben die Wüste Israels begrünt”, wie die Propheten es verheissen haben. Oder Christen haben durch ihre Investitionen bei GanEden bzw. Darlehen die Wiederherstellung Israels beschleunigt, wie geschrieben steht: “Eines Tages werden Fremde deine Mauern [in Israel] bauen.” Jesaja 60,10

Liebe Grüße aus Jerusalem!
Euer Doron Schneider

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Doron Schneider - Newsletter aus Israel

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